Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow
Gemeindebrief Dez. 2002/Jan. 2003 (Auszüge)
Gedanken zur Jahreslosung 2003"Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an." 1. Samuel 16,7 "Schau´n wir mal ..." - Natürlich in erster Linie zurück, denn wir müssen uns doch versichern, was uns getragen hat und worauf wir uns verlassen können. Zuerst das Augenscheinliche - die Schlagzeilen: Ernüchternd und traurig zugleich. Wir haben die Grenze unserer Sprache erreicht, und das schon im zweiten Jahr des neuen Jahrhunderts (Jahrhundertflut, Höchststand bei Arbeitslosen, bei Firmenpleiten, bei Bestechungsaffären; die Kriminalität gerät in unvorstellbare Kategorien). Selten ist so unverschämt offen von Krieg geredet worden und die Möglichkeiten, etwas dagegenzusetzen werden immer kleiner. Geradezu niederschmetternd sind die wirtschaftlichen Zahlen, und auch die Aussichten sind nicht besser. Wie soll man denn einen klaren Kopf behalten, wenn man täglich neue Schläge versetzt bekommt? Nein - was uns da "alle Tage wieder" und "alle Tage neu" vor Augen geführt wird, ist einfach niederschmetternd. So ist das dem Augenschein nach. "Ein Mensch sieht, was vor Augen ist,..." Ja, was soll er denn sonst sehen? Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry kann sagen, dass das Wesentliche für die Augen unsichtbar ist, aber das ist ein Märchen. Oder stimmt es am Ende wirklich? Leiden wir darunter, dass uns das augenscheinliche Elend zu Herzen geht? Es müsste jemanden geben, der ein Auge auf uns wirft! Nur nicht darauf angewiesen sein, dass ich mich jedermann zur Schau stellen muss, dass ich vor den Augen der Welt halbwegs gut abschneide. Wer will sich denn schon in die Karten schauen lassen - geschweige denn ins Herz? Gott sei Dank werden wir danach nicht gefragt. "Der Herr aber sieht das Herz an." Punkt. Kein Fragezeichen, ob das denn funktionieren würde. Keine Statistik, wie oft das geschehen ist. Kein Stempel auf der Stirn bei dem, der es erlebt hat. Es ist Gottes Wort an uns Menschen, nicht nur für das Jahr 2003. Also verlasse ich mich darauf, dass Gott auch für mich erfahrbar wird. Und dann werde ich vom Herzen aus sehen. Klar und ungeschönt und realistisch, aber nicht berechnend oder feindselig. Die Blickrichtung wird anders, wenn ich das gute Wort Gottes für mich in Anspruch nehme. Und plötzlich gelingt, was mir bislang verborgen blieb: Der Nachbar, der seinen Kummer mit mir teilen will; oder der Jugendliche, der mehr sein will als eine Nummer auf dem Arbeitsamt; oder der Kranke, der mir noch gestern auf der Straße begegnet war. Es mag ja sein, dass wir mit unserem Tun oder Lassen Tatsachen schaffen, die nicht aus der Welt zu reden sind. Aber ich erfahre die Zusage Gottes, und die geht mir so sehr zu Herzen, dass mir die Augen aufgehen. So bin ich also doch "von guten Mächten still und treu umgeben, behütet und getröstet wunderbar". Und ich lade Sie ein, mit mir ins neue Jahr zu gehen mit offenen Augen und mit einem weiten Herzen, in dem viel Platz ist für Gemeinschaft und für Freude und für Fragen und für Sorgen und für Kummer. Sie meinen, das könnte einem ja das Herz brechen? Keine Angst! Solange Gott uns anschaut, ist mir nicht bange. Da weiß ich mich aufgehoben und angeschaut und festgehalten und getragen. Da weiß ich mich gesegnet - auch im neuen Jahr. Seien Sie alle herzlich Gott befohlen und bleiben Sie von ihm behütet. Pfarrer Langhein Nachrichten/Beiträge/BerichteFaire Weihnachten mit dem EINE-WELT-STAND KLEINMACHNOW Haben Sie auch wieder das leidige Problem mit den Weihnachtsgeschenken in diesem Jahr? Vielleicht hilft es Ihnen, wenn Sie am 1.12. oder 14.12. etwas Zeit mitbringen, um nach dem Besuch des Gottesdienstes am Eine-Welt-Stand zu verweilen. Denn auch in diesem Jahr hat das Weltstand-Team von den Märkten der Welt ein buntes Sortiment zusammengestellt: Wenn Ihnen die nötigen Backzutaten für die Weihnachtsbäckerei fehlen, sollten Sie sich bei unseren Gewürzen umsehen, nebenher fairsüßt vielleicht ein Schokoladenriegel die Suche oder es lockt gar ein leckerer Tee oder Kaffee. Wenn Sie kulinarisch alles gefunden haben, was das Herz begehrt, bieten Kerzen mit den verschiedensten Leuchtervarianten, Duftstäbchen aus Indien und eine große Auswahl an Musik- und Perkussionsinstrumenten aus aller Herren Ländern die entsprechende Atmosphäre. Sollten Sie für Ihr Mahl noch nicht das passende Ambiente gefunden haben, lassen Sie sich von den vielseitigen Glas- und Keramikarbeiten inspirieren oder schmücken Sie Ihr Heim mit den exotischsten Wohnaccessoires - zum fairlieben. Bleibt nur noch, dass Sie sich fairwandeln und etwas fairsilbern, indem Sie sich in die schönsten Stoffe aus aller Welt hüllen und die besonderen Schmuckstücke entdecken. Wenn Sie mit Ihren Kindern fair spielen wollen, sollten Sie einen Blick auf die Spielzeuge und Spiele werfen. Ob für große oder kleine Kinder - für jede Altersgruppe haben wir traditionelle Spiele aus aller Welt zusammengetragen. Bleibt nur noch der Transport all der schönen Dinge in Ihr trautes Heim. Zum fairstauen bieten wir Körbe, Taschen, Beutel ... Alle Produkte, die Sie am "EINE-WELT-STAND KLEINMACHNOW" erhalten können, sind fair gehandelt. Das bedeutet, dass z.B. die Importeure von Lebensmitteln den Produzenten einen Mindestpreis und bei höherem Weltmarktpreis einen Aufschlag zahlen, langfristige Lieferverträge eingehen und gegebenenfalls einen Kredit auf die zu erwartende Ernte gewähren. Für Millionen Menschen in der "Dritten Welt" sind Produkte wie Kaffee, Tee, Kakao, Zucker, Honig, Bananen oder Orangensaft kein alltäglicher Genuss. Für sie stellen Anbau, Pflege, Ernte und Verkauf ihrer Produkte die Erwerbsgrundlage dar. Doch oft können Menschen von dem, was sie für ihre harte Arbeit erhalten, kaum überleben. Die schwankenden Weltmarktpreise bedrohen - in der ohnehin schon schwierigen Situation - häufig die Existenz gerade von Kleinbauern und deren Familien. Ihre Situation ist zudem vielfach durch eine schwache Verhandlungsposition, hohe Importzölle für Agrarprodukte oder hoch subventionierte Konkurrenz aus den Industrieländern gekennzeichnet. Doch durch die Initiative der Produzentinnen und Produzenten kann sich zumindest an den Vermarktungsstrukturen etwas ändern, wenn die entsprechenden Investitionen - wie z.B. die Anschaffung eines Lastwagens - möglich werden. Neben den Erlösen, die direkt in die einzelnen Kooperativen fließen, gehen sämtliche Rabatte, die dem Eine-Welt-Stand beim Einkauf der Waren gegeben werden, an das "Brasilienprojekt Teltow und Kleinmachnow", also an Favelakinder und deren Eltern in Curitiba. Den Kindern, die ansonsten irgendwie Essbares oder Geld für ihre Familien organisieren müssen, wird der Schulbesuch ermöglicht. Praktisch im Gegenzug erhalten die Familien Lebensmittelpakete. Der Inhalt reicht für eine warme Mahlzeit pro Tag, für die ganze Familie. ... Das neuste Produkt in der Angebotspalette ist Honig aus Rumänien, direkt vom Team der Rumänienhilfstransporte unserer Kirchengemeinde transportiert! Doch nicht nur zur Weihnachtszeit hält der Eine-Welt-Stand die Türen in die faire Welt geöffnet. Fast jeden Monat finden Sie uns nach den Gottesdiensten in der Kirche. Diese Gottesdienste sind jeweils mit einem * in der Gottesdienstübersicht gekennzeichnet. Damit diese Arbeit auch weiter läuft und vielleicht noch ausgebaut werden kann, suchen wir noch engagierte Mitstreiter. Wenn Sie Interesse haben mitzumachen oder noch mehr Informationen zum "EINE-WELT-STAND KLEINMACHNOW" wollen, melden Sie sich bei Martin Bindemann (Tel. 79173) oder sprechen uns einfach beim nächsten Einkauf an. Faire Weihnachten wünscht das Team des "EINE-WELT-STAND KLEINMACHNOW"! Stefanie Holzapfel In den Tagen der Jahreswende werden sie Ihnen wieder auffallen: Sternsinger, Mädchen und Jungen in Begleitung Erwachsener aus der katholischen und evangelischen Gemeinde, die als Könige verkleidet durch unsere Straßen ziehen. Sie wollen in Gesängen und Gebeten von der Geburt Jesu vor mehr als 2000 Jahren, von seiner Liebe und Menschenfreundlichkeit erzählen. Sie erinnern dabei an die Weisen aus dem Morgenland, die aufgebrochen waren und dem Stern folgten, um das neugeborene Kind in Bethlehem zu suchen und ihm ihre Schätze darzubringen. Sie wollen in die Häuser und Wohnungen unserer Gemeinden gehen, um Ihnen für das neue Jahr den Frieden zu wünschen. Deshalb werden sie - auch auf Wunsch - mit Kreide einen alten Segensspruch an die Tür schreiben: C+M+B *2003 Christus Mansionem Benedicat Christus segne diese Wohnung Die Sternsinger leisten mit ihrem Besuch einen Beitrag für Frieden und Gerechtigkeit auf der Erde. Sie helfen mit ihren gesammelten Spenden an vielen Stellen, wo sonst niemand hilft. Ihre Projekte sind Leuchtzeichen in den Gebieten, in denen es für Kinder dunkel ist. Deshalb werden sie Sie um eine Spende für hungernde, kranke und heimatlose Kinder in Asien, Afrika, Ozeanien und Lateinamerika bitten. Die Sternsinger sind Ihnen dankbar, wenn sie auch an Ihrer Tür singen dürfen. Wenn Sie also den Besuch einer Sternsingergruppe wünschen, tragen Sie sich bitte in die Listen, die in den Vorräumen unserer Kirchgemeinden ausliegen, ein. Jede Sternsingergruppe hat einen Ausweis dabei, der sie zum Sammeln berechtigt. Es können auch Spendenbescheinigungen ausgestellt werden. kath. Gemeinde St. Thomas Morus: Barbara Marin, Martina Pilsl Auferstehungsgemeinde: Martin Bindemann, Cordula Bußmann ...finde ich es traurig, dass das Kreuz während der Friedensdekade "abhanden gekommen" ist. Das Kreuz hält das aus - es ist zwar ein sehr zerbrechliches Zeichen, aber trotzdem kraftvoll und konsequent. Seien Sie sicher, dass das Kreuz als Zeichen des Friedens nicht aus der Welt zu schaffen ist - schon gar nicht auf diese Weise. Dieter Langhein, Pfarrer Aus dem Gemeindekirchenrat berichtet:
Sieglinde Philipp Gottesdienste
* Der Eine-Welt-Laden hat geöffnet KirchenmusikSonnabend, 14.12.2002, Dorfkirche Kleinmachnow, 20.00 Uhr und Sonntag, 15.12.2002, Jesus-Christus-Kirche Dahlem, Hittorfstraße 23, 11.00 Uhr Bachkantate im Gottesdienst "Nun komm der Heiden Heiland" BWV 61 Großer Chor und Jugendchor der Kantorei; Solisten; Orchester Leitung: Karsten Seibt GemeindeveranstaltungenSonnabend, 7.12., und Sonntag, 8.12.2002, im Gemeindehaus, 15.00 Uhr "Wir feiern Advent" Bitte melden Sie sich im Gemeindebüro an!
Sonntag, 12.1.2003, Gemeindehaus, 15.00 Uhr "Es blüht in den Dolomiten" Lichtbildervortrag mit dem Ehepaar Casperson Die Schriften des Neuen Testamentes Der Anfang ist gemacht. Nachdem wir uns grundsätzlich auf das Thema eingestimmt haben, beschäftigen wir uns im Dezember mit den Korintherbriefen. Sie führen uns in die Schwierigkeiten der ersten christlichen Gemeinden ein. Wir werden staunen, wie hartnäckig sich manche Probleme gehalten haben. Im Januar steht der Römerbrief auf dem Programm. Mit ihm stellt sich Paulus der Gemeinde in Rom vor, bevor er sie besuchen will. Ist es sein theologisches Programm? Auch wer jetzt einsteigen will, ist ganz herzlich eingeladen. Jeder dieser Abende ist in sich abgeschlossen. Deshalb kann man jederzeit dazukommen. Außerdem gibt es jedes Mal eine kurze Zusammenfassung, die Sie mit nach Hause nehmen können. Folgende Termine sollten Sie sich merken: Dienstag, 17.12.2002, 20.00 Uhr: 1. und 2. Korintherbrief Pfarrer Elliger Dienstag, 21.01.2003, 20.00 Uhr: Römerbrief Pfarrer Langhein PS: Wer an den Abenden teilnehmen möchte, aber zu so später Stunde nicht mehr ins Gemeindehaus kommen kann, melde sich bitte im Gemeindebüro. Wir organisieren einen Fahrdienst. Pfarrer Christian Manntz Zum erstmalig am 19. Januar 2003 um 12.00 Uhr stattfindenden Neujahrsempfang der evangelischen Kirchengemeinde laden wir alle herzlich ins Gemeindehaus Jägerstieg 2 ein. Wir möchten uns mit diesem Empfang bei allen bedanken, die unser reichhaltiges Gemeindeleben möglich machen. Auch Vertreter der Kleinmachnower Öffentlichkeit werden erwartet. Nachdem der Empfang durch das Schauspielduo Braun und Hanuschik mit dem kleinen Theaterspektakel "Frau Anna Rosa und Herr Bersic auf dem Ochsenkarren" eröffnet wird, laden wir zu einem freundlichen Gedankenaustausch am Büffet ein. Katharina Seibt Möchten Sie mehr darüber wissen, was die Evangelien des Neuen Testaments mit ihren Erzählungen verkündigen? Würden Sie sich gern auf den Predigttext des Sonntags vorbereiten, der in diesem Kirchenjahr aus den Evangelien genommen wird? Haben Sie Zeit und Lust dazu, dies dienstags um 14.30 Uhr in einer guten Stunde mit uns zusammen zu tun? Dann kommen Sie doch einfach einmal zu unserem Bibel-Gespräch! Pfarrer i.R. R. Elliger Zum Adventsbasteln sind alle ehemaligen Kinder der evangelischen Kita in die neue Kindertagesstätte "Arche" (Jägerstieg 2A) am Dienstag, 10.12.2002, um 16.00 Uhr herzlich eingeladen. Annette Hartmann Freude und TrauerKirchlich bestattet wurden:
Getauft wurden:
Hochzeit feierten:
Gruppen und KreiseChristenlehre Konfirmandenunterricht Junge Gemeinde (Jugendkeller Jägerstieg 1) Großer Chor, Kammerchor, Jugendchor (ab 8. Klasse), Kinderchor (3.-7. Klasse), Kinderchor (1.-2. Klasse) Bibelgesprächskreis der Senioren Kreis für Gemeindearbeit KDV-Beratung Mutter-Kind-Kreis Biblischer Gesprächskreis Literatur-Gesprächskreis Treffpunkt aller Gemeindegruppen (außer Junge Gemeinde) ist das Gemeindehaus im Jägerstieg 2. AnsprechpartnerPfarrer, Herr D. Langhein Kantor, Herr K. Seibt Diakon , Herr M. Bindemann Kirchwart, Herr P. Schönfeld Evangelischer Kindergarten, Frau U. Ullmann Kirchenbüro, Frau U. Mehler Friedhofsbüro, Frau B. Jungbär ImpressumRedaktionsschluss für die Ausgabe Februar/März 2003: Mittwoch, 22.1.2003 Nächste Postvorbereitung: Mittwoch, 29.1.2003 um 9.30 Uhr Abholung für Austräger: Mittwoch, 29.1.2003 ab 12.00 Uhr Herausgegeben vom Redaktionskreis Gemeindebrief im Auftrag des Gemeindekirchenrates der Evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow. letzte Aktualisierung |
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