Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow
Gemeindebrief Juni/Juli 2003 (Auszüge)
Gedanken zum Monatsspruch Juni 2003Wer dem Geringsten Gewalt tut, lästert dessen Schöpfer; aber wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott. Sprüche 14,31 Gewalt als Lösungsmöglichkeit für Probleme ist nun wirklich nicht neu, aber sie ist von Anfang an fragwürdig. Der Brudermord in der Urgeschichte am Anfang der Bibel lässt mich genauso erschaudern wie Berichte vom Abschlachten ganzer Völker im Alten Testament. Die Christenverfolgungen oder die Kreuzzüge des Mittelalters haben den gleichen faden Beigeschmack wie die Kolonialisierung ganzer Erdteile oder die Besetzung einzelner Länder. Noch ist der Krieg im Irak nicht vorbei. Sein Ende lässt sich nicht durch eine Fernsehrede herbeiführen. Und eben auch nicht mit Gewalt. Die Lösung des gordischen Knotens, mit der die Herrschaft über Asien verbunden war, soll Alexander der Große 334 vor Christus mit dem Schwert erledigt haben. Der Knoten war kaputt, aber nicht wirklich gelöst. So ist das also mit der Gewalt bis auf den heutigen Tag. Sie ist immer Konsequenz von Macht, und ihr Ziel ist es, andere abhängig zu machen. Nicht nur mit Fäusten kann das geschehen, sondern auf ganz vielfältige Weise. Ich denke an die Stunden, die wir auf den verschiedenen Zollhöfen Rumäniens zugebracht haben; ich denke an den Missbrauch von Macht im Großen und im Kleinen; ich denke an Demütigungen und Erpressungen. Das geschieht auch in unserem Land. Man möchte darüber hinwegsehen, aber es holt uns ein. Der Monatsspruch für Juni 2003 stellt dem die Haltung des Erbarmens gegenüber. Auch das geschieht im Großen und im Kleinen. Es kann nicht berechnet werden. Aber es zeigt Wirkung. Leben wird befördert. Der andere erhält die Möglichkeit, mit seinem Elend fertig zu werden. Es geht nicht zuerst um die Frage von Gewinnen oder Verlieren, sondern um die Chance zum Leben. Und über allem steht die Erkenntnis, dass Gott der Schöpfer aller Menschen und jeder einzelne von ihm geliebt ist - so schwer verständlich das auch manchmal für uns sein mag. Also machen wir doch die Augen auf und erkennen wir um uns herum die Geringen und Armen: Menschen, die sich ungerecht behandelt fühlen und deshalb resigniert zurückziehen; Kinder, die sehnsüchtig darauf warten, dass Eltern Zeit für sie haben und nicht nur das nötige Taschengeld; Mitarbeiter, denen die Aufgaben über den Kopf wachsen. Es geht vielleicht gar nicht um materielle Mangelerscheinungen oder ums Geld. Das entscheidende Defizit heißt Liebe und Zuwendung -eben Erbarmen. Vielleicht können wir das in den Sommermonaten einüben. Wenn Familien Zeit füreinander finden, wenn Partner miteinander schweigen können, wenn Menschen ein Stück ihres Weges gemeinsam gehen, wenn eben mehr geschieht als das geforderte Maß, und wenn ich dieses Maß nicht zuerst vom anderen fordere, sondern von mir selbst. Ich weiß, diese Lebensweise ist immer gefährdet, sie kann ausgenutzt, missbraucht, angefeindet, hintergangen werden. Aber sie bleibt die Grundlage für gemeinsames Leben. Und wenn wir solch gemeinsames Leben im Hören und im Tun des Wortes Gottes gestalten, dann haben wir eine sichere Grundlage. Pfr. Langhein Nachrichten/Beiträge/BerichteBesetzung der 2. Pfarrstelle in Kleinmachnow Es scheint eine unendliche Geschichte zu sein - die Besetzung der 2. Pfarrstelle in Kleinmachnow. In den zurückliegenden Monaten sind viele Sitzungen, Verhandlungen und Gespräche geführt worden. Wenn diese Ausgabe des Gemeindebriefes erscheint, wird sich Pfarrer Jürgen Duschka der Kirchengemeinde Kleinmachnow vorgestellt haben, und nach den Spielregeln des kirchlichen Rechts können wir mit seinem Arbeitsbeginn in Kleinmachnow zum August 2003 rechnen. Die Besetzung der 2. Pfarrstelle erfolgt turnusgemäß durch die Kirchenleitung. Der Einfluss des GKR und der Kirchengemeinde ist dadurch zwar eingeschränkt, aber der GKR begrüßt die Präsentation von Pfarrer Duschka.Wir freuen uns auf eine gute, gesegnete und fruchtbringende gemeinsame Arbeit. Pfarrer Duschka ist 36 Jahre alt, in Königs Wusterhausen geboren und zur Zeit als Pfarrer im Entsendungsdienst in Frankfurt/Oder tätig. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Nach erfolgter Berufung wird Pfarrer Duschka sich im nächsten Gemeindebrief persönlich vorstellen. Natürlich wird sich die Situation in unserer Kirchengemeinde nicht über Nacht ändern. Aber ich bin sicher, dass es eine Reihe neuer Impulse geben wird. Die Gemeinde hat dabei eine entscheidende Aufgabe, weil alles Leben sich nur im Miteinander gestalten kann. Wir wollen Pfarrer Duschka und seine Familie in unserer Gemeinde so aufnehmen, dass sie sich schnell zu Hause fühlen können. Das bedeutet nicht zuletzt, dass wir uns um eine angemessene Wohnung für ihn und seine Familie bemühen werden. Über die Verteilung von Aufgaben werden wir gemeinsam nachdenken. Bitte begleiten Sie diesen wichtigen Abschnitt im Leben unserer Gemeinde mit Ihrer Fürbitte. Pfr. Langhein Gemeindefest Wir laden alle herzlich zu unserem Sommerfest ein. Am Sonntag, dem 29. Juni 2003, werden wir um 15.00 Uhr mit einem Familiengottesdienst beginnen. Im Anschluss gibt es Kaffee und Kuchen, und es wird Gelegenheit sein, sich an einigen Ständen umzuschauen und in Bewegung bringen zu lassen. Ab 17.00 Uhr wird die Gruppe AUFWIND aus Berlin jiddische Lieder spielen und singen. Wer dann noch Lust hat, kann den Tag beim Grillen ausklingen lassen. Berichtsabend Rumänien Herzlich sind alle Interessierten am 20.6. um 20.00 ins Gemeindehaus zum Berichtsabend über den 25. Hilfstransport nach Rumänien eingeladen. Neues vom Evangelischen Schulverein Anfang Mai traf sich der Aufsichtsrat des Evangelischen Schulvereins Kleinmachnow e.V. zu seiner konstituierenden Sitzung, auf der Frau Sieglinde Philipp zur Vorsitzenden gewählt wurde. Zur Zeit arbeitet der Vorstand weiter, in enger Zusammenarbeit mit der Hoffbauer-Stiftung, an den Vorbereitungen zur Gründung einer evangelischen Grundschule zum Schuljahr 2004/2005. Wer Bedarf für sein Kind anmelden möchte oder einfach Interesse an den Aktivitäten des Vereines hat, kann sich an folgende Adresse wenden: Evangelischer Schulverein Tel: 033203/72644 Mail: BANieter@aol.com Barbara Nieter Aus dem Gemeindekirchenrat berichtet• Am 01. April begann Frau Tappert ihren Dienst als Friedhofsleiterin und wurde Ostersonntag in ihr Amt eingeführt. • Über die hohe Anzahl von 31 Konfirmandinnen und Konfirmanden in diesem Jahr hat sich der GKR sehr gefreut. Wir wünschen den Jugendlichen, dass sie sich in unserer Gemeinde weiter wohl fühlen. • Der GKR nahm das Rechnungsergebnis des Friedhofs 2001 zur Kenntnis und erteilte dem Wirtschafter Entlastung. • Auch dem Haushaltsplan der Kirchenkasse 2002 wurde vom GKR zugestimmt. • Daneben wurden Änderungsvorschläge für die Grundordnung der neu zu bildenden Landeskirche erarbeitet und fristgerecht bis zum 30.4.2003 beim Grundordnungsausschuss der Landeskirche eingereicht. Gottesdienste Juni/Juli 2003
* Der Eine-Welt-Stand hat geöffnet KirchenmusikSonnabend, 21.6.2003, Dorfkirche, 20.00 Uhr Herr Christ, der ein´ge Gottessohn BWV 96 Großer Chor der Kantorei; Solisten; Orchester; Leitung: Karsten Seibt (auch Sonntag, 22.6.2003, Kirche Zur Heimat Zehlendorf, 10.00 Uhr) Sonntag, 27.7.2003, Dorfkirche, 17.00 Uhr Orgelwerke von J.S. Bach GemeindeveranstaltungenGemeindenachmittag Sonntag, 15.6.2003, 15.00 Uhr, Gemeindehaus im Jägerstieg 2 Versuche von lockerer und bedeutungsvoller Musik des 20. Jahrhunderts von und mit Prof. Ludwig Walter Gemeindeseminar zu den Schriften des Neuen Testaments Dienstag, 17.6.2003 mit Pfr. Manntz Dienstag, 15.7.2003 mit Pfr. Elliger Die Seminare finden jeweils um 20.00 Uhr im Jägerstieg 2 statt. Einladung zum Frauenkreis Am 11.6.2003 um 20.00 Uhr laden wir sehr herzlich zum zweiten Treffen des Frauenkreises ein. Rückblickend auf unser erstes Zusammensein im Mai, zu dem sich Frauen zwischen Mitte zwanzig und über sechzig trafen und bei dem ein erstes Kennenlernen und fröhlicher Austausch stattfanden, wollen wir nun uns ansprechende Themen oder Aktionen konkretisieren und weiterhin ins Gespräch kommen. Wir freuen uns über jede, die dabei sein möchte. Michaela Dittrich-Schenk, Sabine Witte, Annette Hartmann Freude und TrauerKirchlich bestattet wurden Gerhard Friedrich, 80 JahreGertrud Jobski, 84 Jahre Ursula Merck, 81 Jahre Ellen Rufa, 87 Jahre Getauft wurden Matthias CramNoah Kremer Sina Materne Luna Ballschmidt Paula Siegert Patrick Rebeschieß Paul Jaensch Philipp Jaeger Charlotte Möll Johannes Möll Jan Müller Kathrin Stadie Robert Schwenke Philipp Herrmann Jacob Veidt Konfirmiert wurden Stefanie BaarGundolf Heger Johanne Heiking Philipp Herrmann Kim Hübner Nico Hübner Marc Janus Sonja König Sebastian König Elisa Krause Philip Letsch Josef Mittmann Dennis Mitze Jan Müller Marleen von Majewski Julius Peikert Kilian Pohl Jan Quest Sarah Raap Patrick Rapsch Emily Reich Anne Schill Geraldin Schlingelhof Robert Schwenke Franziska Srocke Kathrin Stadie Rebekka Sturzebecher Jakob Ullmann Julia Ornth Jacob Veidt Sandra Ziehe Wir begleiten die Konfirmanden mit unserer Fürbitte. Getraut wurden Gilta und Matthias HaenschGruppen und KreiseChristenlehre Konfirmandenunterricht Junge Gemeinde (Jugendkeller Jägerstieg 1) Großer Chor, Kammerchor, Jugendchor(ab 8. Klasse), Kinderchor (3.-7. Klasse), Kinderchor (1.-2. Klasse) KDV-Beratung Bibelgesprächskreis für junge Erwachsene Kreis für Gemeindearbeit Mutter-Kind-Kreis Biblischer Gesprächskreis Literatur-Gesprächskreis Frauenkreis Treffpunkt aller Gemeindegruppen (außer Junge Gemeinde) ist das Gemeindehaus im Jägerstieg 2. AnsprechpartnerPfarrer, Herr D. Langhein Kantor, Herr K. Seibt Diakon, Herr M. Bindemann Kirchwart, Herr P. Schönfeld Evangelischer Kindergarten, Frau Anette Hartmann Kirchenbüro, Frau U. Mehler Friedhofsbüro, Frau Jungbär ImpressumHerausgegeben vom Redaktionskreis Gemeindebrief im Auftrag des Gemeindekirchenrates der Evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow Letzte Aktualisierung
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