Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow
Gemeindebrief Dezember 2003 / Januar 2004 (Auszüge)
Gedanken zur Jahreslosung 2004Jesus sagt: Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Markus 13,31 Endzeitstimmung am Ende des Jahres. Hat alles Tun und Lassen in meinem Leben wirklich so wenig Bedeutung, dass es dem vernichtenden Urteil preisgegeben ist? Himmel und Erde werden vergehen - das klingt fast wie eine Tatsachenbeschreibung. Ich blicke in die Zeitung, oder ich sehe die Nachrichtensendungen: mir wird angst und bange. Wir Menschen arbeiten tüchtig mit am Vergehen der Erde - und den Himmel haben wir schon längst einbezogen in unsere Pläne. Im Irak tobt der Krieg, und keiner ist da, der Einhalt zu gebieten vermag. In Israel sprengen sich Menschen in die Luft und reißen Unbeteiligte mit in den Tod - heiliger Krieg? - als ob es je einen heiligen Krieg gegeben hätte. In Halbe sind die Glatzköpfe aufmarschiert , alte Kameraden feiernd und den Krieg verherrlichend. Wir haben einen Wahlkampf erlebt, und ich habe den Eindruck, dass manch einer seine Freude daran hatte, den anderen fertig zu machen, unabhängig vom Ergebnis der Wahl. Während wir über Finanzkrisen klagen, beschließen Parlamente Milliardenbeträge für die Verteidigung. Ach richtig: zum Ende des Jahres kommen auch vermehrt Hilferufe: Brot für die Welt... Kinder in Not ... Hilfe für Osteuropa... Es scheint so, als hätten Menschen das Vergehen der Erde erkannt. Wer die Not anderer mit eigenen Augen sieht, dem geht das nicht mehr aus dem Kopf. Wir haben in unserer Kirchengemeinde auch solche Projekte, mit denen wir dem Vergehen der Erde Einhalt gebieten wollen. Rumänien ... Brasilien ... Arbeitslose im eigenen Land ... Was treibt uns eigentlich dazu? Ist es die Selbstbestätigung, um am Ende doch nicht so schlecht dazustehen? Oder ist es wirklich Jesu Botschaft, die uns zwingt und lockt und bestärkt? Jedenfalls ist mit Jesu Wort kein Krieg zu führen. Und wer sich auf den Sohn Gottes beruft, der kann den anderen nicht vernichtend niedermachen. Vielmehr wird er in der Gemeinschaft mit Jesus Christus tun, was dem Frieden dient und der Erbauung untereinander. Ich weiß - das klingt gut. Und ich erkenne genauso, dass diese Botschaft - dieses Wort Jesu - offensichtlich so geringe Erfolgschancen hat. Aber Gott sei Dank, dass es uns gesagt wird, immer und immer wieder. Wir gehen auf einen neuen Wechsel der Jahre hin. 2004 - nicht einfach eine Zahl, sondern ein Zeichen dafür, dass die Zeit vergeht (und sie vergeht wirklich im Fluge). Es ist Jesu Zusage und Verheißung Gottes, dass sein Wort uns beständig begleiten wird. Und der Auftrag an uns ist, sein Wort weiterzusagen und das eigene Tun und Lassen daran auszurichten. Das möchte ich mit Ihnen über den Wechsel der Jahre hin mitnehmen: den Frieden, der vom Kind in der Krippe ausgeht und der Wirklichkeit wird in dem gekreuzigten Herrn, den wir bekennen. Er bietet uns Gemeinschaft in seinem Namen an, und er geht mit uns durch die Gegenwart hindurch in die Zukunft hinein - auf den Frieden hin, den er selbst gemacht hat. Wie ausweglos unsere Welt auch erscheinen mag im Licht der Friedensbotschaft Gottes - am Ende steht Gottes Wort und seine sichere Zusage, dass er in dem Herrn Jesus Christus bei uns ist und bleibt. Von dieser Sicherheit lebt die Gemeinde Jesu Christi, und ich lade Sie ein zum Leben in dieser Gemeinde, damit wir auch im kommenden Jahr Zeichen des Friedens, der Liebe und der Gemeinschaft erfahren. Vielleicht gelingt es mir sogar, solche Zeichen durch das eigene Tun oder Lassen zu setzen. Pfr. Langhein Nachrichten/Beiträge/BerichteEin Willkommen allen neuen Gemeindegliedern Es ist eine erfreuliche Tatsache, dass unsere Gemeinde nach wie vor weiter wächst. Im letzten Jahr stieg die Zahl unserer Gemeindeglieder um ca. 200 auf nun 4.700 an. Dies erfolgt durch den bisher ungebrochenen Zuzug nach Kleinmachnow. Deshalb können wir auch in den nächsten Jahren mit vielen neuen Gesichtern rechnen. Ab dem kommenden Jahr möchten wir unsere neuen Gemeindeglieder wieder mit einem Willkommensbrief begrüßen. Dieser Brief soll aber nicht mit der Post verschickt, sondern persönlich bei einem Besuch übergeben werden. Für diese Aufgabe suchen wir dringend Helfer. Vielleicht erinnert sich die eine oder der andere noch an die Zeit, als sie selbst hier neu angefangen haben. Wie dankbar sind viele in solch einer Situation, da man fast keinen Menschen am neuen Ort kennt, wenn jemand auf sie zukommt. Ich möchte deshalb einen kleinen Besuchskreis für unsere Neuzugezogenen aufbauen. Wer Interesse daran hat, melde sich bitte bei mir. Wenn wir Fremde besuchen, so folgen wir unserem Herrn Jesus Christus und bringen etwas von der guten Gemeinschaft in unserer Gemeinde nach außen. Pfarrer Jürgen Duschka Bericht über das Workcamp in Curitiba (Brasilien) Seit 1995 besteht eine Partnerschaft zwischen den Kirchengemeinden Teltow und Curitiba. Wichtiger Bestandteil dieser Partnerschaft ist ein Hilfsprojekt in einer Favela. Eine Favela entsteht nach dem ungeschriebenen Gesetz: Was in einer Nacht gebaut wurde, wird von der Polizei nicht abgerissen. Armut, Bindungslosigkeit, Hunger und Verwahrlosung werden schnell offenkundig. Dagegen steht das Hilfsprojekt MIASSAO BARIGUI -KINDER IN DIE SCHULE. Zentraler Bestandteil dieses Projekts ist die Unterstützung der in der Favela lebenden Familien durch Lebensmittelpakete, sofern - und das ist Chance und Verpflichtung des Projekts zugleich - die Kinder der Familien zur Schule gehen, statt durch Erwerbsarbeit zum Unterhalt der Familie beizutragen. Die Lebensmittelpakete erhalten sie von der Brasiliengruppe in Curitiba, die aus Mitgliedern einer in einem wohlhabenden Viertel der Stadt beheimateten Kirchengemeinde besteht. Die Brasiliengruppe Teltow stellt hierfür das Geld zur Verfügung. Seit 1999 ist die Kirchengemeinde Kleinmachnow über die Konfirmandengruppen und Jugendarbeit in das Projekt eingebunden. Das Workcamp bot die Möglichkeit für junge Menschen aus Teltow, Kleinmachnow und Berlin, die Familien und Kinder, die vom Projekt unterstützt werden, deren Situation und die der Partnergemeinde kennen zu lernen. Dabei ging es für uns darum, nicht einfach nur so nach Brasilien zu fahren, sondern praktische Hilfe vor Ort zu leisten. Nachdem in der Vorbereitung nur die Rede davon gewesen war, dass wir Ausbesserungsarbeiten an zwei bis drei Häusern vornehmen sollten, erfuhren wir bei unserer Ankunft, dass unsere brasilianischen Partner für uns vorgesehen hatten, ein Haus neu zu bauen. Diese Aufgabe lockte und schreckte uns zugleich - bewältigen konnten wir sie am Ende, weil uns ein Mitglied der dortigen Brasiliengruppe, Silvano, mit seinen Erfahrungen als Bauingenieur zur Seite stand. Und wir haben dabei erfahren, dass Hausbauen Verbindungen schafft: zwischen uns, zwischen den Projekten, zwischen den Leuten aus der Nachbarschaft. In unser Haus werden nun Donna Odette (76) und ihr Enkel Fabio (16), eines der ersten durch das Hilfsprojekt betreuten Kinder, einziehen. Neben dem anstrengenden Häuserbau konnten wir aber auch einen Teil der wunderbaren brasilianischen Landschaft erleben: so wanderten wir in einer Wasserfallgegend, fuhren über die älteste Straßenverbindung zwischen Curitiba und dem Atlantik, durch Urwald und über einen Gebirgspass. Die bleibendsten Eindrücke sind jedoch sicher die von den Besuchen bei den Projektfamilien. Auch wenn wir für eine kurze Zeit an ihrem Leben teilgenommen haben, die Häuser von innen gesehen, die undichten Stellen in Wand und Dach gespürt, den Straßenlärm, der kaum ein Gespräch möglich machte, gehört haben, können wir uns dennoch nicht vorstellen, wie es ist, dauerhaft in einem solchen Umfeld zu leben. Nun sind wir wieder hier, glücklich und erfüllt davon, dass wir helfen konnten, und mit vielen schönen Erinnerungen an die Reise. Und wir versuchen, anderen von diesen Erfahrungen, diesem Erlebnis einer so ganz anderen Welt etwas zu vermitteln ... Herzlichen Dank sagen wir denen, die uns finanziell gefördert, uns die Erfahrung und unseren Freunden in Curitiba übrigens sogar einen Gegenbesuch ermöglichen werden: Dem Bund, den Kommunen, den Kirchengemeinden und dem Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf. Martin Bindemann EinladungenAndacht zum Jahreswechsel in der Dorfkirche In diesem Jahr laden wir Sie zum ersten Mal ganz herzlich zu einer Andacht in der Silvesternacht um 23.30 Uhr in die Dorfkirche ein. Hier wollen wir das alte Jahr besinnlich mit Gebet und Gesang ausklingen lassen, um das neue durch die Glocken der Dorfkirche zu begrüßen. Im Schein und der Wärme von Schwedenfackeln können wir dann vor der Kirche mit heißem Punsch anstoßen. Eine herzliche Einladung an alle Nachtschwärmer, die in der Gemeinschaft Besinnung und Freude mit uns teilen wollen. Pfarrer Jürgen Duschka Neujahrsempfang 2004 Nachdem der erste Neujahrsempfang großen Anklang gefunden hat, laden wir auch im kommenden Jahr dazu ein: Der Neujahrsempfang 2004 findet statt am Sonntag, dem 25. Januar 2004, um 12.00 Uhr im Gemeindehaus der Auferstehungskirche im Jägerstieg 2. Alle sind eingeladen und herzlich willkommen! Basteln im Advent Liebe ehemalige Kindergartenkinder der Arche bzw. der Ginsterheide 28, am 11. Dezember 2003 um 16.00 Uhr möchten wir euch gern zu einem adventlichen Basteln und Wiedersehen in unsere KiTa Arche einladen. Vielleicht habt ihr Lust, einige alte Kindergartenerinnerungen auszugraben und noch ein paar schöne Weihnachtsgeschenke anzufertigen. Wir freuen uns auf euch! Jeden zweiten Mittwoch im Monat: Herzliche Einladung zum Frauenkreis - an Frauen in jeder Lebenslage und in jedem Lebensalter! Für den 10. Dezember 2003 um 20.00 Uhr planen wir einen gemütlichen Klön- und Bastelabend im Advent. Ganz besonders eingeladen zu diesem Abend sind alle ehemaligen und jetzigen Teilnehmerinnen der Mutter-Kind-Kreise. Neben interessanten Ideen für adventliche Basteleien, einer scharfen Schere und etwas zum Knabbern mag die eine oder andere vielleicht auch eine schöne weihnachtliche Geschichte mitbringen (gerne nach vorheriger Absprache mit Annette Hartmann, Tel. 22079, oder U. Dittrich-Schenk, Tel. 78367). Für benötigte Materialien wird um einen Obolus von einem Euro gebeten. Am 14. Januar 2004 um 20.00 Uhr gibt uns Doris Rauschert Tipps aus der klassischen Naturheilkunde, um gesund durch den Winter zu kommen bzw. stellt uns natürliche Heilmittel und Methoden vor, mit denen wir den Tücken dieser Jahreszeit entgegen treten können. Aus dem Gemeindekirchenrat berichtetDie Sitzungen der beiden vergangenen Monate waren lang und hatten im Wesentlichen das derzeit überall so leidige Thema des Geldes bzw. dessen Fehlen zum Inhalt. Im Oktober konnten wir die Abschlüsse für die Rechnungsjahre 2001 und 2002 beschließen. Es hat sich gezeigt, dass die Gemeinde in den letzten Jahren in mehreren Bereichen über ihre Verhältnisse gelebt hat und dass wir in Zukunft sparsamer mit den zur Verfügung stehenden Mitteln umgehen müssen. Es werden daher im kommenden Jahr zum Beispiel keine weiteren Bautätigkeiten als die in der Dorfkirche geplanten durchgeführt. Die bisher regelmäßigen Zahlungen an den Teltower Arbeitslosenverein werden in dieser Form zum neuen Jahr eingestellt, der Verein erhält im Jahr 2004 eine einmalige Zahlung und ab dem Jahr 2005 die Einnahmen aus den entsprechenden Kollekten. Glücklicherweise gab es auch angenehmere Themen. Wir konnten mit Freude vernehmen, dass zwei der vier Altarreliefs aus der Dorfkirche inzwischen frisch restauriert wieder in Kleinmachnow sind. Wann wir auch die zwei letzten Reliefs wieder in Kleinmachnow haben werden, kann leider noch nicht mit Bestimmtheit gesagt werden. Der GKR dankt dem KiTa-Ausschuss der Arche für die an die Gemeinde Kleinmachnow gerichtete Petition bezüglich einer Verkehrsberuhigung im Bereich der Kita, unterstützt diese ausdrücklich und bittet darum, baldmöglichst zu einem befriedigenden Ergebnis zu kommen. Mit großer Bestürzung musste der GKR zur Kenntnis nehmen, dass in der Nacht zum 1. November auf brutale Art und Weise in die Dorfkirche eingebrochen wurde. Er bittet den Bauausschuss darum, sich über geeignete Sicherungsmaßnahmen zu informieren. Herr Langhein hat zum Ende des Jahres seine Tätigkeit als Wirtschafter der Kirchengemeinde wie auch seinen Vorsitz des Gemeindekirchenrates abgegeben. Der GKR nimmt dies bedauernd zur Kenntnis, dankt ihm ausdrücklich für die geleistete Arbeit und wird sich zur nächsten Sitzung um eine Neuverteilung der Aufgaben bemühen. Till Ziprian Gottesdienste Dezember 2003 / Januar 2004
* Der Eine-Welt-Stand hat geöffnet KirchenmusikSonnabend, 13.12. und Sonntag, 14.12.2003, Dorfkirche, 17.00 Uhr Und es geschah - Das Musical zur Weihnachtsgeschichte Musik: Sebastian Zehe; Text: Johanna Staemmler Kinder- und Jugendchor der Kantorei; Rhythmusgruppe Leitung: Karsten Seibt GemeindeveranstaltungenGemeindenachmittage 6.12.2003 und 7.12.2003 - Wir feiern Advent Sonnabend, 6.12.2003, 15.00 Uhr und Sonntag, 7.12.2003, 15.00 Uhr im Gemeindehaus, Jägerstieg 2 Wir feiern Advent Jedes Gemeindemitglied ist dazu eingeladen. Bitte melden Sie sich im Büro der Kirchengemeinde an. * Der Eine-Welt-Stand wird zu beiden Adventsfeiern geöffnet sein. Gemeindenachmittag 10.01.2004 Sonnabend, 10.01.2004, 15.00 Uhr, Gemeindehaus, Jägerstieg 2 An der schönen blauen Donau Dias von Wien und Umgebung mit Christel und Guntram Kern Freude und TrauerKirchlich bestattet wurden Katharina Koy, 96 JahreDr. Hansgeorg Krüger, 82 Jahre Ingeburg Schmedes, 76 Jahre Liesbeth Scheer, 92 Jahre Luise Angrick, 94 Jahre Elfriede Frenzel, 87 Jahre Kurt Hutschenreuther, 99 Jahre Ingeborg Wulff, 89 Jahre Siegfried Fröhlich, 81 Jahre Getauft wurden Niklas Pressler, Ferdinand Hetzer, Marsha Köhn, Niels Teiwes, Antonia Jaspert, Dominik Tonne, Tilmann Zunft, Serge Krebs, Leonie Krebs, Jeanine Berger, Felix Höfflin, Daniel SchermGetraut wurden Pamela Morio und Joachim SunderkemperDr. Konstanze Thiele und Lars Bergen Almut Andrae und Bernd Sevens Maja Flechtner und Patrick Lithander Gruppen und KreiseChristenlehre Konfirmandenunterricht Junge Gemeinde (Jugendkeller Jägerstieg 1) Großer Chor, Kammerchor, Jugendchor (ab 8. Klasse), Kinderchor (4.-7. Klasse), Kinderchor (2.-3. Klasse), Kinderchor (1.-2. Klasse) KDV-Beratung Biblischer Gesprächskreis für junge Erwachsene Kreis für Gemeindearbeit Mutter-Kind-Kreis Bibelkreis Literatur-Gesprächskreis Frauenkreis Treffpunkt aller Gemeindegruppen (außer Junge Gemeinde) ist das Gemeindehaus im Jägerstieg 2. AnsprechpartnerPfarrer, Herr D. Langhein Pfarrer, Herr J. Duschka Kantor, Herr K. Seibt Diakon, Herr M. Bindemann Kirchwart, Herr P. Schönfeld Kindertagesstätte Arche, Frau Anette Hartmann Kirchenbüro, Frau U. Mehler Friedhofsbüro, Frau B. Jungbär ImpressumHerausgegeben vom Redaktionskreis Gemeindebrief im Auftrag des Gemeindekirchenrates der Evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow Letzte Aktualisierung
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