Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow
Gemeindebrief Dezember 2005/Januar 2006 (Auszüge)
Gedanken zur Jahreslosung 2006Gott spricht: „Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht.“ (Josua 1,5b) Mit einem solchen Wort lässt es sich aufbrechen in das gelobte, noch unbekannte Land. Sie haben es immer wieder vor Augen gemalt bekommen – das Land, in dem Milch und Honig fließen. Aber die Realität sah anders aus – 40 Jahre Wüstenwanderung; die nackte Angst ums Überleben; die Sehnsucht nach den Fleischtöpfen Ägyptens; und immer wieder die Frage, ob sie da jemals heil herauskommen werden. „Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht.“ Das ist ein gutes und trostreiches Wort auf dem Weg durch das neue, beginnende Jahr 2006. Allerdings stehen wir nicht vor dem Einzug ins gelobte Land. Die Kirche ist in der Krise. Gemeinden kämpfen ums Überleben. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändern sich bedrohlich. Die Zahl der Arbeitslosen hat Schwindel erregende Dimensionen angenommen. Das soziale Netz gleicht einem Flickenteppich. Wissenschaftler in Korea warnen vor einer Pandemie. Die Welt ist uns Menschen aus dem Ruder gelaufen. Da klingt die Jahreslosung für 2006 fast wie ein Hohn. Von wegen nicht fallen lassen – wir befinden uns im freien Fall! Wir haben alle Hände voll zu tun, um mit den Füßen auf dem Boden zu bleiben, der bedrohlich mürbe geworden ist. Was gibt uns die Sicherheit, ein solches Wort in die Welt zu sagen? Ich stehe mit Ihnen an der Schwelle des neuen Jahres und wage einen Blick durch die einen Spalt weit geöffnete Tür. Ich erkenne Menschen, die sich auf Gottes Wort einlassen. Ich freue mich auf die Gemeinschaft mit den jungen Menschen, die mit ihrer Konfirmation im Glauben befestigt werden wollen. Ich plane auch für 2006 mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kirchengemeinde das Leben – und wenn es wieder in der Siemenskantine sein wird. Mit vielen Menschen wird auch 2006 wieder Musik zur Ehre Gottes erklingen. Wir werden alte Menschen besuchen, Traurige trösten, Unsichere bestärken, Ängstlichen Mut machen. Und das alles nicht, weil wir die Welt und unser Leben und die Gemeinde und die Kirche im Griff hätten, sondern weil wir alles – aber auch wirklich alles – in Gottes Hand festgehalten wissen. Es ist das Bekenntnis und die Erfahrung der Väter im Glauben durch alle Zeiten hindurch: Wer sich von Gott gehalten weiß, der kann nicht fallen – der ist nicht verlassen. Die Jahreslosung 2006 ist keine Mutmachparole von Menschen sondern Zusage Gottes. Und die Welt hat ein Recht darauf, Gottes Wort zu erfahren. Das ist der Auftrag der Kirche – der Gemeinde Jesu Christi! Also hören wir doch auf damit, in die Klagelieder der Welt einzustimmen! Unser Bischof hat doch sehr richtig darauf hingewiesen, dass die Krise unser Kirche in erster Linie eine geistliche und eben nicht eine pekuniäre ist. Wenn diese Einsicht auch in Finanz-, Planungs- und Haushaltsausschüssen einkehrt, dann ist mir um die Zukunft nicht bange. Und wenn ich mit Ihnen die entgegengehaltene Hand Gottes ergreifen und mit seinem Wort in das neue Jahr hineingehen kann, dann verwandelt sich die Klage über einzelne Missstände in die Kraft, an der Behebung derselben zu wirken. Natürlich geht das nur, wenn Gott zu seinem Wort kommt: „Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht.“ Ich gehe mit Ihnen zuversichtlich – „behütet und getröstet wunderbar ...“ – durch die Zeiten und Jahre hindurch. „... Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“ Pfr. Dieter Langhein Nachrichten/Beiträge/BerichteDer Gemeindebrief in eigener Sache Immer wieder können wir mit Freude darauf hinweisen, dass sich unsere Gemeinde im Wachstum befindet. Immer mehr Menschen kommen zu uns, um sich hier zu engagieren und uns mit ihren Gaben zu bereichern. Ein wichtiges Medium der Kommunikation unter uns ist der Gemeindebrief. Er wird von vielen fleißigen Austrägern, denen ich an dieser Stelle ausdrücklich danken möchte, in jeden Haushalt gebracht, in dem ein Gemeindeglied lebt. In den letzten Jahren haben wir aufgrund des Zuzuges die Auflage des Gemeindebriefes immer wieder den neuen Gemeindegliederzahlen angepasst. Das war und ist mit großen Kosten verbunden, die wir allein aus dem Gemeindehaushalt nicht tragen können. Diesem Gemeindebrief liegt deshalb ein Überweisungsträger bei, mit dem die Bitte verbunden ist, dass jeder, dem diese Nachrichten aus der Gemeinde am Herzen liegen, 5 € im Jahr dafür spenden möge. Bei 6 Exemplaren pro Jahr entspricht dies weniger als 1 € pro Heft. Pfr. Jürgen Duschka Der neue Vikar stellt sich vor... Am 1. Dezember 2005 werde ich eine Seite in meinem Lebensbuch weiterblättern. Auf dieser Seite fängt ein neues Kapitel an. Es trägt die Überschrift: Kleinmachnow. Sie werden vielleicht neugierig fragen: Wem gehört denn dieses Buch? Nun, diese Frage ist leicht beantwortet. Das erste Kapitel des Buches beginnt mit der Geburt eines kleinen Jungen im thüringischen Saaletal. Er heißt Philipp Mosch. Später studiert er in Jena und Berlin Theologie. Sein Wunsch ist es, einmal Pfarrer zu werden. Turbulent und freudig geht es im Buch zu, als in Potsdam vor zwei Jahren sein kleiner Sohn Moritz geboren wird. Interessant für Sie wird es jedoch erst, wenn das neueste Kapitel anfängt mit den Worten: „...und er kam am 1. Dezember 2005 als Vikar nach Kleinmachnow.“ Wenn Sie fragen: „Was steht denn da über uns und unseren Ort drin?“, dann muss ich Sie noch eine Weile vertrösten. Die Geschichten, die in dieses Kapitel eingehen werden, sind natürlich noch offen. Ich will sie ja erst mit Ihnen erleben und mit Ihnen gemeinsam eintragen. Darauf freue ich mich schon sehr. Ich bin neugierig, diesen Ort mit seiner Geschichte, mit seinen Menschen und seiner Kirche kennen zu lernen. Es ist für mich eine Herausforderung und ein lang ersehntes Ziel meiner Ausbildung zum Pfarrer, endlich als Vikar tatkräftig mithelfen zu können, eine lebendige Gemeinde Jesu Christi zu bauen. Wir werden uns begegnen als Gesprächspartner, als Betende in Gottesdiensten und als Kollegen. Ich hoffe, dass ich mich in den sechzehn Monaten meines Vikariats mit meinen Gaben und Erfahrungen fruchtbar in das Gemeindeleben einbringen und vor allem viel von Ihnen lernen kann. Für diesen gemeinsamen Weg bitte ich um Gottes Segen. Zum 30. Mal „Hilfe – konkret – direkt“ Als wir nach (nur!) 27 Stunden Fahrzeit in Fauré ankamen, war die Freude unserer Gastgeber groß. Wir haben nach einer kurzen Nacht und den entsprechenden Vorbereitungen den Gottesdienst in Ulmu besucht und sind von da aus mit den durch den Popen gesegneten Hilfsgütern zu den Familien gegangen, die wir schon im Mai kennen gelernt hatten. Wir haben bei den Familien genauso wie mit den Kindern des Kinderheimes erlebt, wie wichtig und nötig und wie konkret und direkt Ihre Hilfe angekommen ist. Strahlende Kinderaugen und manche Träne der Freude haben uns wieder einmal mehr gezeigt, dass die Rumänien-Hilfsaktion eine „notwendige“ Aufgabe für uns ist. In sehr konzentrierten und intensiven Gesprächen mit den verantwortlichen Partnern und auch mit den zuständigen Behörden, haben wir über die weitere Arbeit an den Projekten der Rumänien-Hilfsaktion Kleinmachnow beraten. Dabei ist besonders das Projekt „18-Plus“ (für die Jugendlichen, die mit Vollendung des 18. Lebensjahres das Kinderheim verlassen müssen) wichtig gewesen. Wohlbehalten, gesund, ohne Unfall oder Beschädigung an Menschen oder Fahrzeugen sind wir wieder zurückgekehrt. Mit vielen Eindrücken, neuen Perspektiven und mit der Hoffnung, dass wir mit Ihrer Unterstützung auch weiterhin helfen können: konkret und direkt. Gern geben wir auf diese Weise den Dank unserer rumänischen Freunde an Sie weiter. Pfr. Dieter Langhein Vergesst das Danken nicht! Wenn Sie den Gemeindebrief lesen, sind viele Menschen dabei, den Gottesdienst in anderer Gestalt in der Siemenskantine vorzubereiten. Ich denke gern an den ersten „Großgottesdienst“ zum Erntedankfest zurück und freue mich auf weitere Gelegenheiten, mit vielen Menschen als Gemeinde Jesu Christi zusammen zu sein. Besonders am Heiligabend werden wir die Möglichkeit der Siemenskantine nutzen, weil Gottesdienste in der Dorfkirche während der Wintermonate nicht möglich sind und die Auferstehungskirche nicht ausreichend Platz bietet. Ich will daran erinnern, dass dies nur möglich ist, weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchengemeinde gemeinsam mit vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern dafür sorgen, dass wir uns bei den Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen wohl fühlen können. Das ist nicht selbstverständlich! Mit unserem „Zivi“ Christian Schröter und mit Herrn Fleischer und Herrn Hackert als zusätzliche Helfer hatten wir beim Gestalten des Gemeindealltags eine wichtige Unterstützung. Ihnen und den (oft unbemerkt wirkenden!) ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in der Kirchengemeinde sei deshalb ein herzliches Dankeschön gesagt. Pfr. Dieter Langhein Neues vom Friedhof Durch verschiedene Vorkommnisse während Beisetzungen auf der Urnengemeinschaftsanlage tritt auf dem Waldfriedhof ab 1.1.2006 folgende Regel in Kraft: „Die Abschiednahme während einer Beisetzung auf der Urnengemeinschaftsanlage findet an einem zentralen Platz vor dem vorhandenen Steinkreuz, einer so genannten Urnenversenkstelle statt. Es können nach wie vor Blumen und Sand gestreut werden. Die Urne wird dann zu einem späteren Zeitpunkt unter Ausschluss der Öffentlichkeit beigesetzt.“ So findet die Abschiednahme in Würde statt und es wird vermieden, dass die Rasenfläche betreten und die Stellen kenntlich gemacht werden. Die Besucher freuen sich über einen gepflegten Friedhof, dies zu gewährleisten ist mit einem sehr hohen Pflegeaufwand verbunden. Leider stellen wir verstärkt fest, dass neben Plastikverpackungen auch jeglicher Hausmüll bei uns abgeladen wird. Dieses Vergehen schadet dem Friedhofsablauf enorm. Außerdem fallen neben dem Aufwand für die Mitarbeiter auch die enormen Kosten zu unseren Lasten an. Es wird deshalb ebenfalls zum 1.1.2006 keine Entsorgung von unverrottbarem Material aller Art mehr möglich sein. Die mitgebrachten Verpackungen müssen wieder mit nach Hause genommen werden. Manuela Tabbert Die Sternsinger kommen Wer wieder im Januar von den Sternsingern besucht werden möchte, trage sich bitte noch vor Weihnachten in die Listen im Gemeindehaus ein oder melde sich telefonisch im Gemeindebüro oder bei mir. Die Sternsinger sind in den Privathaushalten am 2. und 3. Januar 2006 unterwegs. Pfr. Jürgen Duschka EinladungenEinladung zum Neujahrsempfang 2006 Ganz herzlich möchte ich alle Gemeindeglieder zum Neujahrsempfang am 8. Januar 2006 in die Auferstehungskirche einladen. Um 10.30 Uhr wollen wir gemeinsam Gottesdienst feiern, in dem uns die Sternsinger besuchen werden. Im Anschluss soll in kurzen Redebeiträgen über die neuesten Entwicklungen in unserer Gemeinde berichten werden. Der Kammerchor sekundiert die Redebeiträge mit Musik der Comedian Harmonists, der Beatles und mit Ringelnatzvertonungen. Dieser Teil soll, nach den Erfahrungen der letzten Jahre, kurz gehalten werden, damit uns spätestens ab 12.30 Uhr beim Buffet in unserer Kita „Arche“ dann viel Zeit zum persönlichen Gespräch bleibt. Pfr. Jürgen Duschka Bericht aus dem GemeindekirchenratDie Sitzung des GKR im Oktober 2005 hatte folgende Hauptthemen: Die Personalsituation wird sich in den kommenden Jahren sehr problematisch gestalten, da die Zuweisungen der Landeskirche von Jahr zu Jahr geringer werden und auf diese Weise eine deutliche Unterfinanzierung entstehen wird. Es wurde ein Arbeitskreis gebildet, der Lösungsmodelle entwickeln soll. Der Haushaltsplan der Kita wurde mit ausgeglichenen Einnahmen und Ausgaben für das Jahr 2005 beschlossen. Aus der Gemeinde kamen zahlreiche Reaktionen auf den Erntedank-Gottesdienst in der Siemenskantine. Der Tenor war, dass die Kantine als Provisorium geeignet sei, größere gottesdienstliche Veranstaltungen durchzuführen. Eine Dauerlösung kann darin aber nicht bestehen. Die Sitzung des GKR im November 2005 fand erstmals gemeinsam mit dem Gemeindebeirat statt. Dabei wurden zunächst Themen und Anregungen aus dem Gemeindebeirat vorgetragen, zum Beispiel die Darstellung sämtlicher in der Gemeinde aktiven Kreise und Gruppen in Form einer Schautafel und regelmäßiger detaillierter Darstellungen im Gemeindebrief. Ein weiteres Thema war die Übernahme der Immobilienverwaltung durch das KVA (Kirchliches Verwaltungsamt), der der GKR zunächst für 1 Jahr befristet zustimmte. Als letzter wesentlicher Punkt wurde die Finanzierung des Gemeindebriefes diskutiert. Das Ergebnis wird in einem speziellen Artikel in diesem Gemeindebrief dargestellt. Dr. Rainer Letsch Gottesdienste Dezember 2005/Januar 2006
Taufgottesdienst: Sonnabend, 3.12.2005, Auferstehungskirche, 10.30 Uhr *Der Ein-Welt-Stand hat geöffnet. KirchenmusikSonnabend, 17.12.2005, 18.00 Uhr
Sonnabend, 24.12.2005, 23.00 Uhr GemeindeveranstaltungenGemeindenachmittage Sonnabend, 10. Dezember 2005, um 15.00 Uhr im Gemeindehaus, Jägerstieg 2 Sonntag, 15. Januar 2006, um 15.00 Uhr im Gemeindehaus, Jägerstieg 2 Basteln im Advent Alle ehemaligen Kitakinder laden wir herzlich zum traditionellen Adventsbasteln am 6.12.2005 um 16.00 Uhr in die Kita „Arche“ ein. Sabine Waldmann Treff am Dienstag In der Adventszeit möchte ich mit Ihnen wieder in der Bibel arbeiten. Am 13. Dezember geht es um die Weihnachtsgeschichte in ihren beiden parallelen Überlieferungen im Matthäus- und im Lukasevangelium. Zu Heiligabend sind wir es gewöhnt, eine Zusammenstellung aus beiden Texten zu lesen. Doch welche besondere Aussage steckt in jedem dieser Texte? Dem gehen wir an diesem Abend nach. Am 10. Januar lade ich alle Interessenten der geplanten Jordanienreise im Mai zu näheren Informationen über diese Reise ein. Pfr. Jürgen Duschka Frauenkreis Der Frauenkreis lädt am 14. Dezember 2005 zu einem gemütliches Beisammensein im Advent bei Punsch, Plätzchen und Basteln (für die Christvesper am Heiligenabend vormittags) ein. Besonders herzlich sind auch alle jetzigen und ehemaligen Frauen aus den Mutter-Kind-Kreisen eingeladen. Am 11. Januar 2006 wollen wir den Einstieg ins neue Jahr mit Gedanken über die Jahreslosung von Dorothea Sitzler-Osing beginnen. Annette Blanke Freude und TrauerKirchlich bestattet wurden: Gustav Meyer 71 Jahre Getauft wurden:
Getraut wurden: Ansgar und Dorothea Book Gruppen und KreiseChristenlehre – Kirche für Kinder Konfirmandenunterricht
Junge Gemeinde Treff am Dienstag Männerkochkreis Literatur-Gesprächskreis Kantorei Mutter-Kind-Kreis Kreis für Gemeindearbeit Bibelkreis Frauenkreis Besuchsdienstkreis Treffpunkt der Gemeindegruppen: Gemeindehaus im Jägerstieg 2 AnsprechpartnerPfarrer, Herr D. Langhein Pfarrer, Herr J. Duschka Kantor, Herr K. Seibt Diakon, Herr M. Bindemann Kirchwart, Herr P. Schönfeld Kindertagesstätte Arche, Frau S. Waldmann Kirchenbüro, Frau U. Mehler Friedhofsbüro, Frau B. Jungbär ImpressumHerausgegeben vom Redaktionskreis Gemeindebrief im Auftrag des Gemeindekirchenrates der Evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow Letzte Aktualisierung
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