Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow
Gemeindebrief April/Mai 1998 (Auszüge)
Gedanken zum Monatsspruch für den Monat Mai"Täuscht euch nicht: Gott läßt keinen Spott mit sich treiben; was der Mensch sät, wird er ernten." Galater 6,7 Das klingt bedrohlich. Ich werde von den Früchten meiner Arbeit leben. Ich werde die Ergebnisse meines Tun und Lassens ernten. Ich kann mich nicht herausreden – kann Schuld und Versagen nicht auf andere oder die widrigen Umstände abschieben. Es geht ganz allein um mich. Die Frage drängt sich auf, was wir eigentlich ernten in unserem Alltag – in unserem Leben. Im Ergebnis erschrecken wir vielleicht – aber wir können uns nicht herausreden. Mit einer bloßen Entschuldigung ist es nicht getan. Die Auswirkungen sind schon bedrohlich: Eine immer mehr zerstörte Erde, immer deutlicher Lieblosigkeit und der Hunger nach Gerechtigkeit; die Zahl der Arbeitslosen steigt und mit ihr die Not vieler einzelner. Sie leben mitten unter uns. Es klingt wie Spott, von der Liebe Gottes in unserer Welt zu reden. Ob es uns gelingt, in der Gemeinde die Saat für eine bessere Zukunft zu legen? Nein, es werden sicher nicht alle Probleme gelöst, aber vielleicht können wir sie erkennen und dann mit ihnen umgehen. Ich wünsche uns das jedenfalls: mir selbst – den Konfirmanden – den Eltern und Paten – den Traurigen und Hilfesuchenden – denen, die mit uns auf dem Weg sein wollen. Es ist die Gemeinschaft mit dem auferstandenen Herrn. Dazu lade ich Sie ein. Ihr Dieter Langhein Nachrichten/Beiträge/Berichte
„Ich zahle Kirchensteuern, da kann die Kirche doch auch für einen Kindergartenplatz sorgen.“ - „Die Kirche will nur das Geld, mir helfen tut sie auch nicht.“ Solche Aussagen treffen uns. Wir sehen, daß es auf der einen Seite feste Bilder von „der Kirche“ gibt, denen wir als Kleinmachnower Kirchengemeinde nicht immer entsprechen. Auf der anderen Seite können Christen ihre Aufgaben nur begrenzt unentgeltlich, ehrenamtlich und geduldig erfüllen. Dann sind auch sie „verbraucht“. Über 1800 Jahre war die Kirche und ist weiterhin darauf angewiesen, Geld zu haben und einen wesentlichen Teil ihrer Arbeit „professionellen“ Christen innerhalb der Gemeinde zu überlassen und ihnen dafür ihr Auskommen zu sichern. Der Dienst eines Mitarbeiters einer Gemeinde kostet die Kirchenmitglieder derzeit ca. 50.000 DM jährlich. Unsere Gemeinde hat 17 Angestellte, von denen 5 für die Gemeindearbeit an sich eingestellt sind, 7 für den Friedhof und 5 für den Kindergarten. Dafür sind jährlich runde 770.000 DM nötig. Zusätzlich werden jährlich bis zu 280.000 DM Bau- und Betriebsausgaben inklusive Schuldendienst fällig, und die alltägliche Arbeit verlangt auch bis zu 220.000 DM. Auf jedes Gemeindeglied würden also ca. 420 DM pro Jahr für die Ortsgemeinde entfallen, wenn nicht die Kirche die Gesamteinnahmen auf alle Gemeinden umlegen würde, damit auch bedeutend ärmere Gemeinden (über)leben können. Woher kommt aber unser Geld? Faktisch finanzieren wir unsere Gemeinde von den Zins- und Mieterträgen einer Dorfgemeinde, die ca. 15 km entfernt liegt und Land zu verpachten hat. Denn die Kirchensteuern Kleinmachnows reichen für unsere Aufgaben bei weitem nicht. Zudem zahlen Kinder, Rentner, Geringverdienende keine Steuern, und es verstärkt sich die Tendenz der Kirchenaustritte aus privaten finanziellen Gründen. Unser Friedhof kann sich durch eigene Einnahmen selbst tragen. Die KiTa trägt sich aufgrund einer Mischfinanzierung von Land, Kommune, Kirchengemeinde und Elternschaft. Momentan werden alle an die Kirchengemeinde entsprechend ihrer Gliederzahl zugeteilten Steueranteile alleine für die Personalkosten der Gemeindearbeit verbraucht. Wir erwirtschaften mit Kirchgeld und eigenen Einnahmen aus Mieten und Vermögen zur Zeit ca. 130.000 DM im Jahr. Und, es ist fast unglaublich: die Aufwendungen für die alltägliche Arbeit finanzieren wir zu einem guten Stück aus Spenden in den Gottesdiensten und zu anderen Anlässen, im letzten Jahr immerhin 90.000 DM ! Einen herzlichen Dank an dieser Stelle allen treuen Spendern. Wir sind im Gemeindekirchenrat in kontroversen Diskussionen, wie wir eigentlich unsere anspruchsvolle Arbeit aufrechterhalten wollen, wenn das Steueraufkommen weiter absinken wird, da wir auch die "echten Habenichtse" der Kirche nicht unversorgt lassen dürfen. Momentan können wir Sie nur um Verständnis bitten, daß auch eine Kirchengemeinde nicht perfekt sein kann und finanziell mitnichten gut gestellt ist. Gerald Wandrey Am 4. Oktober 1998 (Erntedankfest) finden Wahlen zum Gemeindekirchenrat statt. Gewählt werden vier neue Mitglieder für den Zeitraum von sechs Jahren. Gemeindemitglieder, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, können sich als Kandidaten melden oder als solche von anderen Personen benannt werden. Meldungen und Informationen im Gemeindebüro oder direkt bei Pfarrer Langhein. Seit September 1997 bietet unser Eine-Welt-Laden sonntags nach dem Gottesdienst eine große Palette fair gehandelter Produkte an. Ab jetzt können Sie dem Gemeindebrief entnehmen, an welchem Sonntag im Monat unser Laden nach dem Gottesdienst geöffnet hat. Die betreffenden Sonntage werden in der Rubrik „Gottesdienste“ durch einen Stern (*) gekennzeichnet sein und sich durch einen besonderen Verkaufsschwerpunkt wie z. B. Glas oder Keramik oder Spielwaren auszeichnen. Für Nachfragen, Bestellungen und Informationen über unsere Produkte stehe ich Ihnen gern zur Verfügung. Martin Bindemann Rumänien-Hilfstransport nach Moldovita vom 30.04. bis 05.05.1998
Bitte bringen Sie Kleidung, Schuhe und Wäsche erst nach Ostern ins Gemeindehaus, Jägerstieg 2. Danke für Ihre Mithilfe! Gottesdienste
KirchenmusikOstermontag, 13.04.1998, 19.00 Uhr, Dorfkirche Musikalische Vesper: Das Rachmaninow-Streichquartett (Solisten der Moskauer Philharmonie)
Sonntag, 10.05.1998, 17.00 Uhr, Auferstehungskirche und Freitag, 29.05.1998, 19.00 Uhr, Augustinum „Josef“ Szenisches Musical von Andreas Müksch und Barbara Schatz Kinder- und Jugendchor der Kantorei Kleinmachnow; Instrumentalensemble; Inszenierung: Katharina Seibt; Leitung: Karsten Seibt GemeindeveranstaltungenTreffen der Christenlehre-Eltern Dienstag, 07.04.1998, um 20.00 Uhr. Freitag, 17.04.1998, um 20.00 Uhr. Sonntag, 19.04.1998, um 15.00 Uhr. „Der Partnerschaftskreis Zehlendorf“ stellt sich vor. Bericht zur Ökumene mit Südafrika und anderen Ländern - mit Lichtbildern - Sonntag, 10.05.1998, um 17.00 Uhr. Alle Gemeindeglieder sind zum Musical „Josef“ eingeladen. Freitag, 15.05.1998, um 20.00 Uhr Bericht über den 16. Rumänien-Hilfstransport Freude und TrauerKirchlich bestattet wurden: Frau Elise Fischer 91 Jahre Frau Gertrud Scheu 83 Jahre Frau Frieda Neumann 83 Jahre Herr Kurt Reimann 88 Jahre Herr Eberhard Schenk 92 Jahre Frau Waltraut Grell 70 Jahre Aus unserer Gemeinde werden konfirmiert: Katja Breitenwischer Sandra Dierig Lars Gohlke Hanni Gründel Stefanie Hamann Beate Ottensmeier Albrecht Philipp Juliane Pohle Florian Schenke Caroline Seibt Philipp Ullmann Franziska Voß Tobias Vogel Bettina Wagner Wir begleiten unsere Konfirmanden mit der Fürbitte vor Gott und mit unseren guten Wünschen. Gruppen und KreiseChristenlehre (Gemeindehaus Jägerstieg 2) Konfirmandenunterricht (Gemeindehaus Jägerstieg 2) Junge Gemeinde (Jugendkeller Jägerstieg 1) Bibelgesprächskreis der Senioren(Gemeindehaus Jägerstieg 2) Kirchenchor, Jugendchor (ab 8. Klasse), Kinderchor (3.-7. Klasse), Kinderchor (1.-2. Klasse) Kreis für Gemeindearbeit (Gemeindehaus Jägerstieg 2) AnsprechpartnerPfarrer, Herr D. Langhein Kantor, Herr K. Seibt Katechet, Herr M. Bindemann Kirchwart, Herr P. Schönfeld Evangelischer Kindergarten, Frau A. Hartmann Kirchenbüro, Frau U. Mehler Friedhofsbüro, Frau I. Wellmann ImpressumHerausgegeben vom Redaktionskreis Gemeindebrief im Auftrag des Gemeindekirchenrates der Evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow
Redaktionsschluß für die Ausgabe Juni/Juli 1998: 17.05.1998 Zeiten für die nächste Postvorbereitung: 27. Mai 1998, 10.00 und 20.00 Uhr letzte Aktualisierung |
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