Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow
Gemeindebrief Feb./März 1999 (Auszüge)
Gedanken zum Monatsspruch für den Monat FebruarHoffnung läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist. Röm 5,5 Was halten Sie denn von Geistern? Nicht viel? Haben Sie Schwierigkeiten, übernatürliche Erscheinungen in Ihr Weltbild zu integrieren? Dem Zeitgeist wollen Sie auch nicht nachlaufen? Zugegeben, mir geht es nicht anders. Ist es da ein Wunder, daß es der heilige Geist bei uns so schwer hat? Oder haben Sie eine genaue Vorstellung von ihm? Nein? Und das, obwohl er uns gegeben ist, wie unser Monatsspruch betont. Wir alle haben den heiligen Geist nämlich verliehen bekommen, als wir getauft wurden. Woran liegt es aber, daß wir so wenig von ihm mitbekommen? Stimmt es gar nicht, daß er immer bei uns ist? Oder haben wir ihn nur aus unserem Leben verdrängt? Das könnte durchaus sein. Bedenken wir doch, welche Eigenschaften ein Geist hat. Ständig ist er in Bewegung, ständig treibt es ihn umher. Und hinzu kommt noch seine Unberechenbarkeit. Wer weiß schon, was ihm als nächstes einfällt. Keine von uns geschaffene Ordnung, die er nicht durchbrechen könnte. Stellen Sie sich vor, wir würden uns nur von ihm leiten lassen. Da ist es schon besser, wenn wir den Geist ein wenig dämpfen, auch wenn er heilig ist. Oder etwa nicht? Doch der heilige Geist läßt sich nicht verdrängen. Denn die Liebe Gottes, von der Paulus spricht, ist seine Wirkung. Immer wenn wir sie spüren, wenn wir merken, daß Gott zu uns steht, daß er uns hält, dann geht das auf sein Konto. Immer wenn wir zu fallen drohen und trotzdem getragen werden, wenn wir am Ende zu sein scheinen und dennoch nicht verzweifeln, dann sind das Wirkungen des Geistes Gottes in uns. Er ist es auch, der durch die Liebe Hoffnung in uns weckt: die Hoffnung auf das Reich Gottes; die Hoffnung auf Frieden zwischen den Menschen und zwischen Mensch und Natur; die Hoffnung auf Gerechtigkeit und daß die Würde jedes einzelnen Menschen endlich anerkannt wird. Jedesmal wenn diese Hoffnung es schafft, uns zu ergreifen, wenn sie sich durchsetzt gegen unsere Resignation, unseren Kleinmut und unsere Abgeklärtheit, dann hat er es wieder geschafft. Dann wirkt er in uns: der heilige Geist. Wenn wir uns für diese Hoffnung stark machen, auch gegen jede realistische Einschätzung, dann sind wir vom Geist bewegt. Wenn wir uns nicht abfinden mit den Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft, dann treibt er uns um. Wenn wir nicht aufgeben, für den Erhalt der Natur zu streiten, auch wenn wir belächelt werden, dann reißt er uns mit. Ich wünsche uns, daß wir ihn oft spüren, diesen heiligen Geist, den uns Gott geschenkt hat. Vor ihm brauchen wir uns nicht zu fürchten. Er sorgt dafür, daß wir nicht zuschanden werden. Ihr Christian Manntz, Pfarrer Nachrichten/Beiträge/BerichteWiedereinweihung der Schopfheimer Stadtkirche
Am 3. Advent 1998 um halb zehn läuteten zum ersten Mal wieder die Glocken zweieinhalb Jahre nach dem Brandanschlag und riefen fast 1300 Menschen zum Festgottesdienst in die wiedererneuerte Stadtkirche. Zum TaizéGesang zogen die Ältesten der beiden St. Michaelsgemeinden mit ihren Pfarrern, Oberkirchenrat Oloff, dem katholischen Pfarrer Baumann und Pfarrer Langhein aus Kleinmachnow in die Kirche ein. „Wir sind wieder hier. Gott sei Dank.“ begrüßte Pfarrer Hoffmann die Gemeinde. Altar und Gottesdienstraum wurden mit Parament, Kerzen und Blumen geschmückt, die Bibel wurde wieder auf den Altar gelegt. Als Bezirkskantor Martin Winkler die große Orgel erklingen ließ, standen nicht wenigen Besuchern die Tränen in den Augen. „Großer Gott, wir loben dich“ war an diesem Tag nicht nur ein Lied, sondern Ereignis geworden. Bestimmt sind solche Gottesdienste, in denen die Gegenwart Gottes fast körperlich spürbar ist, selten, aber um so kostbarer. Am Abendmahl nahmen fast alle teil. Zu dieser Gemeinschaft wollte jeder gehören. Die Krönungsmesse von Mozart, die im Gottesdienst aufgeführt wurde, paßte zu dem besonderen Ereignis. Das Erlebnis dieses Gottesdienstes und auch die Anteilname und Beteiligung von Pfarrer Langhein aus Kleinmachnow und unserem katholischen Bruder ließen erahnen, wozu Kirche berufen ist. Und eines hat der Gottesdienst bestimmt gezeigt: Schopfheim braucht die Stadtkirche und viele Menschen erwarten etwas von unserer Kirche. Es besteht überhaupt kein Anlaß zu Kleinmut und Angst um die Zukunft unserer Kirche. Denn Kirche hat etwas zu sagen und eine Bedeutung in dieser Welt. Und da ist es gleichgültig, wo wir sind, ob in Schopfheim oder Kleinmachnow. Für mich war es sehr schön, gerade durch den Besuch von Pfarrer Langhein Ihre Verbundenheit mit unserer Kirchengemeinde zu spüren. Die Bibel, für die wir sehr herzlich danken, hat ihren Platz auf der Kanzel. Viele hatten auf diesen 3. Advent gewartet. Es war ein bewegender und großer Tag, nicht nur für die Kirchengemeinde, sondern für die ganze Stadt. Es war ein Tag, den viele nicht vergessen werden und der auch für die Zukunft noch eine Kraftquelle sein wird. Ihr Pfr. M. Hoffmann, Schopfheim KinderMitMachZirkus in der Siedlungskirche Teltow, Mahlower Str. 150, vom 1. bis 4. Februar 1999, jeweils 14.30 bis 18.00 Uhr für alle Kinder der 3. bis 7. Klasse. Unkostenbeitrag: 20, DM. Zur Abschlußvorstellung am Donnerstag, dem 04. 02., um 16.30 Uhr sind alle Eltern, Freunde und Bekannten herzlich eingeladen. (Eintritt 1, DM) Kurzfristige Anmeldungen noch bei: M. Bindemann, Tel. 79173 Theologische Erwachsenenbildung Bei verschiedenen Gelegenheiten begegnete mir der Wunsch nach einem „Konfirmandenunterricht für Erwachsene“. Diesen Gedanken aufgreifend, biete ich eine Seminarreihe von März bis Juni zu grundsätzlichen Themen des christlichen Glaubens an. Einmal monatlich soll Gelegenheit sein, sich über Vorstellungen von Gott, von Jesus Christus, von Taufe und Abendmahl zu informieren und darüber zu diskutieren. Erstes Treffen: Mittwoch, 17.03.1999, 20.00 Uhr, Gemeindehaus im Jägerstieg. Thema: „Gott“ Sie sind herzlich dazu eingeladen. Ihr Christian Manntz Am 29.01.1999 verabschiedeten wir unseren „Zivi“ David Marschalsky. Wir bedanken uns für seine geleistete Arbeit und wünschen ihm viel Erfolg für die Zukunft. Am 1. Februar beginnt Herr Markus Bastian seinen Zivildienst in unserer Gemeinde. Interessenten für den Zivildienst im Jahr 2000 können sich im Kirchenbüro bewerben, vorausgesetzt, sie sind anerkannter Kriegsdienstverweigerer. Gottesdienste
* Der Eine-Welt-Laden hat geöffnet Gottesdienstorte der Kirchengemeinde Kleinmachnow Dorfkirche Zehlendorfer Damm Auferstehungskirche Jägerstieg 2 Altenpflegeheim Wiesenrain Wiesenrain 25/31 Augustinum Erlenweg 72
Besondere Veranstaltungen in der Passionszeit
Donnerstag, 11.03.1999, 18.00 Uhr, Augustinum Passionsandacht „Judas der Verräter“
Donnerstag, 18.03.1999, 18.00 Uhr, Auferstehungskirche „Die dunkle Nacht des Petrus“ szenischmusikalisches Passionsspiel von G. Gunsenheimer und F. Hofmann Kinderchor/Instrumentalensemble; Leitung: Karsten Seibt
Gründonnerstag, 01.04.1999, 20.00 Uhr, Dorfkirche Musikalische Vesper mit Chor und Orgelwerken zu den restaurierten Passionsreliefs des Altares von 1599 Großer Chor der Kantorei, Leitung und Orgel: Karsten Seibt
Einführungsgottesdienst für Pfarrer im Entsendungsdienst Es ist soweit! Am 21.02.1999 um 10.00 Uhr wird Herr Pfarrer i. E. (im Entsendungsdienst) Christian Manntz während eines festlichen Gottesdienstes in der Dorfkirche in sein Amt eingeführt. Der pfarramtliche Dienst von Herrn Manntz in unserer Gemeinde wird 50% seiner Tätigkeit sein. Zur anderen Hälfte ist er als Religionslehrer an Schulen in Kleinmachnow und Teltow beschäftigt. Wir freuen uns auf die zunächst für zwei Jahre festgelegte Zeit des Entsendungsdienstes. Deshalb laden wir Sie zum Einführungsgottesdienst mit anschließendem Empfang und kleinem Imbiß (auch in der Dorfkirche) besonders herzlich ein. GemeindeveranstaltungenSonntag, 14.02.1999, 15.00 Uhr „Heiterkeit zur Faschingszeit“
Sonntag, 14.03.1999, 15.00 Uhr Der Altar der Dorfkirche - der Restaurator Herr Kestel berichtet Gemeindehaus, Jägerstieg 2 Freitag, 05.03.1999, 20.00 Uhr Zum ökomenischen Gebet rufen uns in diesem Jahr Frauen aus Venezuela. Pfingstsonntag, 23.05.1999 Konfirmanden der Jahrgänge 1948/1949 bitten wir, sich im Gemeindebüro zu melden. Freude und TrauerKirchlich bestattet wurden: Herr Kurt Lüdke 79 Jahre Herr Dieter Weichelt 64 Jahre Frau Hildegard Bönisch 87 Jahre Frau Ilse Meier 78 Jahre Getauft wurden: Marcel Busch, Jirka Handau und Ines Schütze Konfirmiert wurden: Christine Srocke und Heike Müller Gruppen und KreiseChristenlehre Konfirmandenunterricht Junge Gemeinde (Jugendkeller Jägerstieg 1) Großer Chor, Kammerchor, Jugendchor (ab 8. Klasse), Kinderchor (3.-7. Klasse), Kinderchor (1.-2. Klasse) Bibelgesprächskreis der Senioren Kreis für Gemeindearbeit KDV-Beratung Treffpunkt aller Gemeindegruppen (außer Junge Gemeinde) ist das Gemeindehaus im Jägerstieg 2. AnsprechpartnerPfarrer, Herr D. Langhein Pfarrer i. E., Herr Ch. Manntz Kantor, Herr K. Seibt Diakon, Herr M. Bindemann Kirchwart, Herr P. Schönfeld Evangelischer Kindergarten, Frau C. Spiekermann Kirchenbüro, Frau U. Mehler Friedhofsbüro, Frau I. Wellmann ImpressumHerausgegeben vom Redaktionskreis Gemeindebrief im Auftrag des Gemeindekirchenrates der Evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow Redaktionsschluß für die Ausgabe April/Mai 1999: 16. März 1999 Nächste Postvorbereitung: 24. März 1999, 10.00 Uhr letzte Aktualisierung |
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