Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow
Gemeindebrief Aug./Sep. 1999 (Auszüge)
Gedanken zum Monatsspruch für den Monat AugustJesus sagt: „Über jedes unnütze Wort, das die Menschen reden, werden sie am Tag des Gerichts Rechenschaft ablegen müssen.“ Matthäus 12,36
Zuerst einmal verschlägt es mir die Sprache. Denn es wird viel geredet: belanglos, möglichst unverbindlich, ohne an die Folgen zu denken. Wußten Sie schon, welche Macht in unseren Worten liegt? Sie können heilen und verletzen, aufrichten und zerstören, trösten und anklagen, versöhnen und verurteilen... Oft wird mir erst im Nachhinein deutlich, was ich mit meinen Worten angerichtet habe. Und dann kann ich nichts mehr zurücknehmen. Nur eins kann ich tun: das richtige Wort finden, das dem anderen nützt und mir selbst; und ich kann meine Fehler und Gedankenlosigkeit eingestehen. Ich kann sagen: Gott verzeihe mir und hilf mir dazu, das gute Wort zu sagen. Gottes Antwort heißt: Ich bin bei dir. Ich habe dir mein Wort an die Hand gegeben. Nimm es zu Herzen, dann wird nichts Unnützes über deine Lippen kommen. Der Tag des Gerichts ist für mich mit diesem Hintergrund keine Bedrohung, sondern vielmehr Einladung zum Leben und Hoffnung, weil der Sohn Gottes mich vertritt. Also reden wir miteinander wenn wir gehört und begriffen haben, was dem anderen nützt.
Dieter Langhein, Pfarrer Nachrichten/Beiträge/BerichteReligionsunterricht (RU) Lebensgestaltung/Ethik/Religionskunde (LER) Viele Namen viel Verwirrung viele Fragen! Christenlehre kennt unsere Gemeinde schon sehr lange. RU kennen wir seit einigen Jahren. Nun steht uns außerdem LER bevor, ein neues Unterrichtsfach in den Schulen. Deshalb wollen wir Mitarbeiter versuchen, aus unserer Sicht die Unterschiede aufzuzeigen: 1. Christenlehre ist ein Angebot unserer Gemeinde für die Kinder der 1. bis 6. Klassen. Hier können die Kinder lernen, ihren Glauben zu leben. Hier wird ihnen gezeigt, welche Hilfe der Glauben für ihr Leben bietet. Das ist gut für die Kinder und wichtig für die Gemeinde. Denn die Gemeinde lebt vom le bendigen Glauben ihrer Menschen. Deshalb ist es wichtig, daß schon die Kleinen mit den christlichen Grundlagen und Traditionen vertraut gemacht werden. Das alles ist Ziel der Christenlehre. Um dieses Ziel zu erreichen, werden vorrangig kreative Mittel und Methoden eingesetzt. Zum Hören, Diskutieren, Basteln, Spielen und Singen kommen die Kinder in die Räume der Gemeinde. 2. RU ist ein Angebot der Evangelischen Landeskirche für alle Schüler. Ein glücklicher Umstand ist es, daß der RU in den Kleinmachnower Grundschulen durch haupt bzw. ehrenamtliche MitarbeiterInnen der Gemeinde erteilt wird. Dennoch ergeben sich deutliche Unterschiede zur Christenlehre. Die Schule als Lernort bringt es mit sich, daß der methodischen Auswahl engere Grenzen gesetzt sind. Wir sind in der Schule zu Gast. Uns steht kein eigener Raum zur Gestaltung zur Verfügung. Trotzdem arbeiten wir auch hier kreativ mit den Kindern. Auch hier gehen wir von den Erfahrungen der Schüler aus, um die Themen zu behandeln. Doch trotz ganzheitlicher Methoden liegt das Schwergewicht auf der intellektuellen Vermittlung. Neben methodischen Differenzen bestehen auch inhaltliche Unterschiede zur Christenlehre. Das Ziel des RU ist nicht die Integration in die Kirche. Das hängt mit der Minderheitensituation der Kirche in Brandenburg zusammen. Darüber hinaus wird das Fach auch von Kindern besucht, die nichts mit der Kirche oder dem Glauben zu tun haben. In der Schule geht es nicht darum, mit den Schülern zu üben, den eigenen Glauben zu leben. Schwergewicht ist vielmehr das Kennenlernen der christlichabendländischen Tradition durch die Beschäftigung mit der Bibel und den Festen der Kirche. Ziel ist es, den Schülern vorzustellen, was es heißt, sein Leben aus dem christlichen Glauben heraus zu führen. Etwas verkürzt liegt der Unterschied darin, daß in der Christenlehre gelernt werden soll, wie wir als Christen unseren Glauben in dieser Zeit leben können, während die Schüler im RU Inhalt und Tradition des Glaubens kennenlernen sollen. Diese Unterschiede inhaltlicher und methodischer Art bringen es mit sich, daß sich beide Lernangebote gut ergänzen. Wie die Erfahrungen vieler Kinder zeigen, erleben sie den Besuch der Christenlehre und des RU nicht als Doppelung. Im Gegenteil, diese Kinder beteiligen sich intensiver in den jeweiligen Lernsituationen und zeigen ihren Freunden gern, was sie schon wissen und verstanden, ja für ihr Leben als wichtig übernommen haben. 3. Der dritte Lernbereich, der das Wort Religion beinhaltet, soll auch noch erklärt werden. Seit einigen Jahren wird an Brandenburger Schulen das Fach LER unterrichtet. Nach anfänglicher Kooperation zwischen dem Bildungsministerium und der Evangelischen Kirche kam es zu einer Konfrontation. Inzwischen bemüht sich die Kirche vor dem Bundesverfassungsgericht, RU als ordentliches Wahlpflichtfach anerkennen zu lassen. Die Landesregierung ist dagegen dabei, LER auch an Grundschulen einzuführen. An einigen Grundschulen gibt es dieses Fach schon. Ein Teilaspekt von LER sind auch die Religionen. Während im RU und in der Christenlehre die Vermittelnden klar als Christen zu erkennen sind, gilt es für den Lehrer von LER einen neutralen Standpunkt einzunehmen. Ethische Normen und religiöse bzw. weltanschauliche Positionen sollen wertungsfrei unterrichtet werden. Die Landeskirche hat mit diesem Konzept der Vermittlung von christlichen Inhalten und Vorstellungen Schwierigkeiten. Sie sieht das Gebot der weltanschaulichen Neutralität der Schule in Gefahr. Deshalb hat sie mit dem Bildungsministerium ausgehandelt, daß die Eltern die Möglichkeit haben, ihr Kind von LER zu befreien, um es statt dessen zum RU anzumelden. Hoffentlich konnten wir etwas zu Ihrer Orientierung beitragen. Ansonsten wenden sie sich ruhig an uns. Kathrina Seibt, Martin Bindemann und Christian Manntz Vorschau: Gemeindefest zum Erntedank Sonntag, 03.10.1999 14.00 Uhr: „Brundibar“ Oper für Kinder 15.00 Uhr: Angebote 17.00 Uhr: Abschlußgottesdienst Ab April 2000 ist die Zivildienststelle in unserer Kirchengemeinde wieder neu zu besetzen. Wer seinen Zivildienst bei uns leisten möchte und anerkannter Kriegsdienstverweigerer ist, kann sich noch bis zum 31. August 1999 bewerben. Sonnabend, 25.09.1999, Kirchengemeinde Schönow, Andreézeile 26 Es warten eine Reihe spannender Veranstaltungen und Angebote auf Euch, z. B. Live Musik, Streetball, Diskussionen und Informationen zu verschiedenen Themen. Wir wollen ein Freundschaftsprojekt mit Jugendlichen aus dem Kosovo starten. Es kommen interessante Gäste, und es gibt einen „Markt der Möglichkeiten“ und natürlich zu essen und zu trinken. · Streetball: Wenn Du ein Team von vier Leuten hast, könnt Ihr dabeisein. · Live Musik: Wenn Du in einer Band spielst, die ein 20MinutenProgramm bieten kann und an diesem Abend auftreten möchte, schicke ein Demotape. · Markt der Möglichkeiten: Du engagierst Dich in Deiner Gemeinde und möchtest das vorstellen? Dann ist der „Markt der Möglich keiten“ der richtige Platz dafür! Zu allen drei Angeboten meldet Euch bitte an bei: Martin Bindemann, Tel. 03 32 03/7 91 73, oder Jugendarbeit im Kirchenkreis TeltowZehlendorf, Tel. 0 30/84 50 81 77. Auch Kontakte oder Infos erhaltet Ihr über diese Nummern. Euer Martin Bindemann Gottesdienste
* Der Eine-Welt-Laden hat geöffnet. KirchenmusikSonntag, 29.08.1999, 17.00 Uhr, Dorfkirche Sommermusik zum 250. Geburtstag Johann Wolfgang von Goethes Goethevertonungen von Zelter, Mendelssohn, Schönberg u.a. Kammerchor der Kantorei; Leitung: Karsten Seibt
Sonntag, 19.09.1999, 17.00 Uhr, Dorfkirche Benefizkonzert zugunsten der Rumänienhilfe Marietta Vogelsang, Stahnsdorf, spielt Klavierwerke von Mozart und Chopin
Sonntag, 03.10.1999, 14.00 Uhr, Dorfkirche „Brundibar“ Oper für Kinder von Hans Krasá und Adolf Hoffmeister Kinderchor der Kantorei, Orchester; Leitung: Karsten Seibt GemeindeveranstaltungenGemeindehaus, Jägerstieg 2 Sonntag, 12.09.1999, 15.00 Uhr Das Thema lag bei Redaktionsschluß noch nicht vor. Bitte informieren Sie sich an den Aushängen in den Schaukästen der Kirchengemeinde. d.R. In der ersten Hälfte des Jahres fand sich ein kleiner Gesprächskreis in unterschiedlicher Besetzung viermal zusammen, um über Gott zu diskutieren. Die Grundstruktur dieser Abende war gleich: Zu Beginn führte ich anhand zeitgenössischer Theologen und biblischer Aussagen in das jeweilige Thema ein, im Anschluß daran diskutierten wir über das Gehörte und über unsere eigenen Auffassungen. Die Abende sind so angelegt, daß ein späterer Einstieg jederzeit möglich ist. Auch die inhaltliche und zeitliche Begrenzung soll der Offenheit dienen. So hoffe ich auch für die nächste Gesprächsreihe im September, Oktober und November unter dem Thema „Jesus aus Nazareth Jesus Christus“ auf einen interessanten Gedankenaustausch. Erster Termin:Mittwoch, 22.09.1999, 20.00 Uhr, Gemeindehaus Jägerstieg 2 Christian Manntz, Pfr. i. E. Gemeindehaus, Jägerstieg 2 Freitag, 25.09.1998, um 20.00 Uhr. Vorstellung der Kandidaten zur Gemeindekirchenratswahl. Sie können sich ein Urteil bilden, wer in den nächsten sechs Jahren die Kirchengemeinde Kleinmachnow leiten wird. Freude und TrauerKirchlich bestattet wurden: Herr Dankwart Hille 72 Jahre Frau Frida Sowatzki 99 Jahre Frau Ingeborg Heinrich 63 Jahre Frau Maria Ritthaler 95 Jahre Frau Hedwig Krüssow 94 Jahre Frau Liselotte Weigel 88 Jahre Frau Sophie Hagedorn 87 Jahre Herr Helmut Stephan 78 Jahre Frau Christa Graf 76 Jahre Frau Leonore Lohrisch 76 Jahre Frau Hildegard Sachse 75 Jahre Getraut wurden: Michael Schröder und Jana Preßler Sven Aberle und Nicole Roß Kay Eichner und Maike Neubert ThomasJörg Randhan und Andrea Willgeroth Getauft wurden:
Gruppen und KreiseChristenlehre (Gemeindehaus Jägerstieg 2) Konfirmandenunterricht (Gemeindehaus Jägerstieg 2) Junge Gemeinde (Jugendkeller Jägerstieg 1) Bibelgesprächskreis der Senioren(Gemeindehaus Jägerstieg 2) Kirchenchor, Jugendchor (ab 8. Klasse), Kinderchor (3.-7. Klasse), Kinderchor (1.-2. Klasse) Kreis für Gemeindearbeit (Gemeindehaus Jägerstieg 2) AnsprechpartnerPfarrer, Herr D. Langhein Kantor, Herr K. Seibt Katechet, Herr M. Bindemann Kirchwart, Herr P. Schönfeld Evangelischer Kindergarten, Frau C. Spiekermann Kirchenbüro, Frau U. Mehler Friedhofsbüro, Frau I. Wellmann ImpressumHerausgegeben vom Redaktionskreis Gemeindebrief im Auftrag des Gemeindekirchenrates der Evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow
Redaktionsschluß für die Ausgabe Oktober/November 1999: Mittwoch, 15. September 1999 Nächste Postvorbereitung: Mittwoch, 22. September 1999, 10.00 Uhr letzte Aktualisierung |
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