Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow


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Gemeindebrief Oktober/November 1999 (Auszüge)


Gedanken zum Monatsspruch für den Monat Oktober


Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.        Psalm 104,24

Ein schöner Spruch aber wir kennen ganz andere Nachrichten: Erdbeben in der Türkei, Wirbelstürme in Mittelamerika, Hungersnot in Nord Korea. Da fällt es schwer, an die weise Ordnung Gottes in dieser Welt zu glauben. Der Dichter des Psalms hat sich wohl seine Welt schöngedichtet, oder?

Lassen Sie uns deshalb lieber das Thema wechseln. Wissen Sie, wann man Teltower Rübchen sät? Nein? Okay, die Frage ist ein bißchen unfair. Machen wir es leichter: Wissen Sie, wann am besten Zwiebeln gesetzt werden? Das sollte im März/April geschehen. Wissen Sie, ob Bohnen gelegt werden, bevor man Mohrrüben sät, oder umgekehrt? Die Mohrrüben kommen vor den Bohnen in die Erde. Haben Sie es gewußt? Dann haben Sie mir einiges voraus. Ich mußte erst meinen Vater fragen, bevor ich Ihnen diese Fragen stellen konnte. Wozu sollte ich mir so etwas auch merken.  Die Öffnungszeit von „Minimal“ hängt nicht vom Wetter ab.

Worauf ich hinaus will? Ich frage mich, ob es nicht zwischen der Skepsis dem Psalm gegenüber und unserem Abstand zum Lauf des Jahres einen Zusammenhang gibt. Hängt unser Zweifel mit der Tatsache zusammen, daß wir die Jahreszeit kaum mehr am Angebot des Obststandes erkennen als vielmehr am Preis der Früchte? Viele Menschen können die Welt und deren Erhaltung nicht mehr als wunderbares Geschenk Gottes betrachten. Liegt das daran, daß sich unsere Gesellschaft scheinbar von der Natur emanzipiert hat?

Das Erntedankfest steht vor der Tür. Das ist ein guter Anlaß, mal wieder hinter die Kulissen unserer technisierten Welt zu schauen. Das ist der richtige Anstoß, sich wieder die kleinen Wunder dieser Erde zu Gemüte zu führen. Ich bin mir sicher, danach können wir den Dichter des Psalms besser verstehen.

Übrigens, Teltower Rübchen sät man am besten am 16. August. Davon war meine Großmutter überzeugt!

Gottes Segen wünscht Ihnen Ihr

Christian Manntz, Pf. i. E.

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Nachrichten/Beiträge/Berichte


„Brundibár“

Theresienstadt, eine befestigte Garnisonsstadt 60 km nördlich von Prag, schien den Nazis ideal zur Errichtung eines jüdischen Ghettos. Seine undurchlässigen Wälle und Wassergräben isolierten es perfekt von der Außenwelt und genau so verhinderten sie eine Flucht von innen. Seit Ende 1941 begann sich Theresienstadt zu einem Konzentrationslager zu wandeln.

Anstelle von normalerweise 4.000 Einwohnern mußten sich jetzt innerhalb der Wälle von Theresienstadt bis zu 60.000 zusammendrängen. Theresienstadt war im wesentlichen ein Sammel und Durchgangslager, wo Transporte mit immer neuen Opfern des Völkermordes zusammenkamen und von wo wiederum andere irgendwohin „nach Osten“ abgingen in Wirklichkeit nach Auschwitz....

Wie jedes andere Konzentrationslager war Theresienstadt unmenschlich. Trotzdem hatte es seine spezifischen Eigenschaften. Menschen litten hier Hunger, aber sie konnten sich treffen. Sie arbeiteten, aber es war keine physisch vernichtende Arbeit

Paradoxerweise hatte Theresienstadt wirklich ein kulturelles Leben, das es mit jedweder europäischen Großstadt aufnehmen konnte. Einerseits herrschte hier eine strikte Zensur und ihre Überschreitung wurde streng bestraft, manchmal auch mit Verkrüppelung  oder sogar mit dem Tod. Andererseits konnten hier zahlreiche jüdische Künstler aus ganz Europa im Rahmen der sogenannten „Freizeitgestaltung“ ein damals anderswo nicht gesehenes und nicht gehörtes Repertoire aufführen: neben einer Menge „ungefährlicher“ Standardwerke auch Werke jüdischer Thematik und auch eigene, also jüdische, Originalkompositionen was wo auch immer auf dem Territorium des Dritten Reiches sonst ausgeschlossen gewesen wäre.

Die musikalische Aktivität half, die Gefangenen in ihrem schweren Schicksal aufzumuntern, ihnen Hoffnung auf Überleben zu geben, in ihnen das so nötige Selbstbewußtsein zu wecken und das Gefühl menschlicher Minderwertigkeit zu brechen.

Ein Komponist, der eine eindrucksvolle Spur im Theresienstädter Musikleben hinterließ, war Hans Krása.

Von allen musikalischen Produktionen war seine Kinderoper „Brundibár“ für Theresienstadt vielleicht die wichtigste und Krása wurde als Komponist und Pianist einer der aktivsten Künstler in Theresientadt.

„Brundibár“ entstand nicht direkt in Theresienstadt, die Oper wurde 1938 auf einen Text von Adolf Hoffmeister geschrieben und hatte ihre Premiere im jüdischen Waisenhaus in Prag. Die Produktion und die Schauspieler wechselten nach Theresienstadt, aber ohne die Partitur, die Krása dort neu schreiben mußte.

Die Haupthelden der Oper Pepí¹ek und Aninka   versuchen, ihre kranke Mutter zu retten. Der Arzt verschrieb ihr Milch, und die Kinder wollen Geld dafür verdienen, nach dem Beispiel des Drehorgelmannes Brundibár mit Gesang auf der Straße. Der böse Brundibár stiehlt ihnen aber das verdiente Geld und vertreibt sie. Glücklicherweise eilen die (personifizierten) Tiere und die Kinder aus der Nacharschaft zur Hilfe herbei und überwinden Brundibár.

„Brundibár“ wurde von den Nazis wiederholt zur Maskierung des wirklichen Lebens in Theresienstadt verwendet. Im Juni 1944 zum Beispiel erschien dort eine Kommission des Internationalen Roten Kreuzes und Theresienstadt war genötigt, als „Potemkisches Dorf“ Komödie zu spielen. Was jedoch kein Betrug war, was die Theresienstädter Häftlinge an diesem Tag wahrhaftig und mit Liebe aufführten, war Krásas „Brundibár“. Die Kommission war so hingerissen, da sie die ganze Camouflage nicht durchschaute. Und den Kindern aus „Brundibár“ wurden noch zwei Monate Leben gegönnt, bevor sie in den Transport gingen. (Von allen 15.000 Kindern, die durch Theresienstadt gingen, überlebten nur 100!)

Auch Hans Krása starb 1944 in den Gaskammern von Auschwitz.

Alexander Goldschneider

(Text gekürzt, d. R.)

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Gemeindefest am Erntedank

Sonntag, 03.11.1999, Dorfkirche und Auferstehungskirche, 14.00 18.00 Uhr

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19. Rumänien-Hilfstransport

10.10. 17.10.1999 nach Moldovita, Frumosu, Cimpulung, Pojorita

Berichtsabend: Freitag, 22.10.1999, Gemeindehaus Jägerstieg 2, 20.00 Uhr

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Besuch aus der Partnergemeinde Schopfheim  28.10. 01.11.1999

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Tag der Entschuld(ig)ung

Sonntag, 14.11.1999, Auferstehungskirche, Jägerstieg 2, 14.00 bis 18.00 Uhr

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Gottesdienste


26.09.1999

10.00 Uhr

11.30 Uhr

Dorfkirche   mit Taufe

Augustinum

Pfr. Langhein

Pfr. Ketschau

03.10.1999 *

Erntedank

17.00 Uhr

Auferstehungskirche 

Abschlußgottesdienst mit Großem Chor

 

 

Pfr. Langhein

10.10.1999

 

10.00 Uhr

11.30 Uhr

Auferstehungskirche Augustinum   mit Abendmahl

Pfr. Ketschau

Pfr. Ketschau

17.10.1999

10.00 Uhr

Dorfkirche   mit Abendmahl und Kindern der ev. KiTa

 

Pfr. Manntz

24.10.1999

10.00 Uhr

Dorfkirche   mit Taufe

Pfr. Langhein

31.10.1999

Reformation

10.00 Uhr

 

11.30 Uhr

17.00 Uhr

Auferstehungskirche

 

Augustinum

Dorfkirche   Musikalische Vesper mit Jugendchor

Pfr. Jobst/

Pfr. Langhein

Pfr. Ketschau

07.11.1999

10.00 Uhr

Dorfkirche   mit Taufe

Pfr. Langhein

14.11.1999 *

Tag der

Entschuld(ig)ung

14.00 Uhr

 

16.00 Uhr

Dorfkirche    Familiengottesdienst mit Abendmahl Augustinum   Andacht

Pfr. Manntz/Diak.

Bindemann

Pfr. Ketschau

17.11.1999

Bußund Bettag

20.00 Uhr

 Dorfkirche   mit Kammerchor

 

Pfr. Langhein

21.11.1999

Ewigkeitssonntag

10.00 Uhr

11.30 Uhr

17.00 Uhr

Waldfriedhof

Augustinum   mit Abendmahl

Dorfkirche   Musikalische Vesper

Pfr. Langhein

Pfr. Ketschau

28.11.1999 *

1. Advent

10.00 Uhr

 

11.30 Uhr

17.00 Uhr

Auferstehungskirche

mit Kindern der ev. KiTa

Augustinum

Dorfkirche  Adventssingen aller Chör

 

Pfr. Manntz

Pfr. Ketschau

05.11.1999 *

2. Advent

10.00 Uhr

 

Auferstehungskirche

 

Pfr. Langhein

* Der EineWeltLaden hat geöffnet.

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Kirchenmusik


Sonntag, 03.10.1999, Dorfkirche, 14.00 Uhr

„Brundibár“ Oper für Kinder von Hans Krasá und Adolf Hoffmeister

Kinderchor der Kantorei, Orchester; Leitung: Karsten Seibt

 

Sonntag, 31.10.1999, Dorfkirche, 17.00 Uhr

Musikalische Vesper am Reformationstag

J. M. Michel: „MusicalMesse“ für Jugendchor, Sprecher, Band, Streicher,

Bläser und Klavier

Jugendchor der Kantorei, Ensemble; Leitung: Karsten Seibt

 

Sonntag, 21.11.1999, Dorfkirche, 17.00 Uhr

Musikalische Vesper am Ewigkeitssonntag

Prof. Dr. Matthias Schneider, Orgel; Eva Bihlfeld, Flöte

Werke von Jehan Alain, Francis Poulenc, J. S. Bach

 

Sonntag, 28.11.1999, Dorfkirche, 17.00 Uhr

Adventssingen im Kerzenschein

Musizieren mit den Kinderchören, Jugendchor, Großem Chor, Bläserkreis und

Gemeinde; Leitung: Karsten Seibt

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Gemeindeveranstaltungen


Gemeindenachmittage

Sonntag, 10.10.1999, 15.00 Uhr Gemeindehaus,Jägerstieg 2

„Fast 2000 Jahre Christentum“ ein kurzer Gang durch die Kirchengeschichte mit Pfr. Manntz

 

Sonntag, 14.11.1999, 14.00 Uhr Auferstehungskirche, Jägerstieg 2

Der Gemeindenachmittag ist integriert in den Gottesdienst und das weitere Programm zum „Tag der Entschuld(ig)ung“

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Gespräche über den Glauben

Mittwoch, 06.10.1999 und Mittwoch, 10.11.1999, Gemeindehaus, 20.00 Uhr

„Jesus aus Nazareth/Jesus Christus“

Nachdem wir uns am 22.09. bereits der Person Jesu genähert haben, wollen wir an den beiden kommenden Abenden das Gespräch vertiefen. Welche Rolle spielt der Mann aus Nazareth für unseren Glauben? Was heißt es, wenn wir als Christen bekennen, daß er von den Toten auferstanden ist? Welche Bedeutung hat es, daß wir von ihm als dem Sohn Gottes reden?

Genauere Angaben zu den Themen des Abends entnehmen Sie bitte den Aushängen im Schaukasten.

Ich lade Sie ganz herzlich ein, Ihre Fragen und Gedanken mit einzubringen.

Ihr Christian Manntz

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Martinsfest

für Christenlehre und Kinder der ev. KiTa

11.11.1999, Auferstehungskirche, Jägerstieg 2, 16.00 Uhr

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Freude und Trauer


Kirchlich bestattet wurden:

Herr Horst Dahlmann           72 Jahre

Herr Edgar Schwartz            61 Jahre

Frau Irmgard Post                 70 Jahre

Herr Werner Ochmann         83 Jahre


Getauft wurden:

Felix Burth

Paula Vollmer

Emil Kämmer

Daniel Wurm

Felix Schmidt

WolfRicus Lindemann

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Getraut wurden:

Sebastian Siehe und Gundula Steffen

Christopher Marchand und Alexandra Heidemann

Matthias Köber und Annett Kleemann

Christian Schütz und Ulrike Gimpel

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Gruppen und Kreise


Christenlehre

Konfirmandenunterricht

Junge Gemeinde (Jugendkeller Jägerstieg 1)

Großer Chor, Kammerchor, Jugendchor (ab 8. Klasse), Kinderchor (3.-7. Klasse), Kinderchor (0.-2. Klasse)

Bibelgesprächskreis der Senioren

Kreis für Gemeindearbeit

Treffpunkt aller Gemeindegruppen (außer Junge Gemeinde) ist das Gemeindehaus im Jägerstieg 2.

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Ansprechpartner


Pfarrer, Herr D. Langhein

Kantor, Herr K. Seibt

Katechet, Herr M. Bindemann

Kirchwart, Herr P. Schönfeld

Evangelischer Kindergarten, Frau C. Spiekermann

Kirchenbüro,  Frau U. Mehler

Friedhofsbüro,  Frau I. Wellmann

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Impressum


Herausgegeben vom Redaktionskreis Gemeindebrief im Auftrag des Gemeindekirchenrates der Evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow

 

Redaktionsschluß für die Ausgabe Dezember 1999/Januar 2000: Dienstag, 16.11.1999

Nächste Postvorbereitung: Mittwoch, 24.11.1999, 10.00 Uhr

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letzte Aktualisierung
dieser Seite: 04.04.2007, 08:44

     

 

 


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