HIOB 

Programmheft

Ein Mensch, die Bibel nennt ihn HIOB, aber er könnte auch Paul oder Max, Anna oder Charlotte heißen, hat einen Traum - einen furchtbaren Alptraum.
Gerade noch freute er sich an seinem Besitz, an seiner Arbeit, seiner Familie, da erreichen ihn nacheinander mehrere „HIOBSBOTSCHAFTEN“ - „Alles verloren!“
Naturkatastrophen zerstören seinen Besitz, seine Kinder werden im Krieg getötet, dann klagen seine Frau und seine Freunde ihn an. Du, HIOB, musst selbst an deinem Unglück mitschuldig sein: „Kehre um - tue Buße.“ Aber HIOB weiß von keiner Schuld, deshalb schreit er zu Gott: „Höre mich, zeige dich endlich!“ Aber kein mit menschlichen Maßstäben in den Himmel gesetzter Richtergott antwortet ihm...
HIOB erwacht aus seinem Alptraum mit der Vision eines neuen Gottesbildes: als der lebensspendenden, liebenden und zum Handeln auffordernden Kraft in UNS und in ALLEM.
In Szene gesetzt wird diese dramatische Geschichte von 150 Mitwirkenden: Kindern und Jugendlichen der Kantorei Kleinmachnow bei Berlin, Solisten und einem Instrumentalensemble.
Zunächst berichten die Chöre das Geschehen. Dann aber greifen sie aktiv, einerseits auf der Seite von Hiob, andererseits auf der Seite von Hiobs Frau und dessen Freunden, in die Handlung ein. Schließlich sind sie die Stimme Gottes, die HIOB und damit uns alle, unmittelbar anspricht:
„FRIEDEN DEINER SEELE - RUHE DEINEM HERZ“

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Josef Krumbachner „DER WEG DES IJOB VOM ICH ZUM SELBST“

ICH War zufrieden mit mir selbst, schien innerlich und äußerlich satt, angesehen, von allen glücklich gepriesen.

Meine Selbstsicherheit fiel zusammen wie ein Kartenhaus: Dieses mein ICH, mit all den Wünschen und Plänen auf den Weideflächen meiner Seele.

Wie ein „bösartiges Geschwür von der Fußsohle bis zum Scheitel“ brach vieles aus meinem ICH heraus

Mein ICH blieb jedoch standhaft. Es konnte die Stimme der Natur („ meiner Frau“), die sich in mir meldete, „erfolgreich" unterdrücken.

Dann aber erschienen sie - wie von weither angereist - jene „Freunde“, die Stimmen in meinem ICH. Sie brachten grausame Schuldvorwürfe. Schwermut befiel mich.

Verzweifelt suchte ICH zu entschuldigen, je mehr ICH beschuldigt wurde.

Bis schließlich mein ICH, geläutert durch den Weg leidvoller Erfahrung, begann, Gottes Stimme in mir zu hören.

Mir wurde beglückendes Erkennen zuteil: „Vom Hörensagen nur hatte ich vernommen, jetzt aber hat mein Auge dich geschaut“.

Ich ließ mich von Gottes Heiligem Geist führen: So konnte ICH mehr und mehr zu mir SELBST finden, von der Oberfläche in die Tiefe.

Und ICH legte Fürsprache ein für die „Freunde“, die mir so bittere Stunden gebracht hatten. ICH konnte mich mit mir SELBST, mit meinem Leben und meinem Schicksal versöhnen.

Und so wurden die Kräfte meines Gemütes - meine drei Töchter - zu den „Schönsten Frauen des Landes" und „teilten den Erbbesitz unter den Brüdern“.

Men Leben ist reich geworden, doppelt reich. Die Lebensjahre zählen jetzt zweifach. „Satt an Jahren" geworden hat sich die Enge meines ICH aufgetan zur versöhnten und versöhnlichen Weite meines SELBST.

„Gegen mich selbst wurden meine Gebete erhört. Ich bin unter allen Menschen ein gesegneter Mensch“.

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AUFFÜHRUNGEN

Donnerstag, 01.09.2005, 18.oo Uhr
KAMMERSPIELE KLEINMACHNOW, Karl-Marx-Straße 18

Samstag, 03.09.2005, 17.oo Uhr
St. AFRA KIRCHE MEISSEN, Freiheit

Sonntag, 04.09.2005, 09.3o Uhr
CHRISTUSKIRCHE HEIDENAU (bei Pirna), Rathausstraße 6

Montag, 05.09.2005, 18.oo Uhr
KAMMERSPIELE KLEINMACHNOW, Karl-Marx-Straße 18

Dienstag, 06.09.2005, 19.oo Uhr
FRIEDENSKIRCHE POTSDAM, Am Grünen Gitter
(Benefizkonzert für die Telefonseelsorge)

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Darsteller

HIOB Jakob Ullmann
     
HIOBS FRAU Bettina Seibt
     

SOLOJUGENDCHOR

Charlotte Ehrt
Romeike Stechel
Anika Vogel
Johanne Heiking
Sandra Ziehe
Sophie Brödel
Marie Moselewski

 

Anne Klitscher
Stephanie Otte
Helen Raible
Ursula Knörzer
Leonie Braun
Julia Beermann


Annika Schulze
Bettina Otte
Geraldine Schlingelhoff
Philine Töpper
Annika Feiler
Miriam Hartmann
     

SOLOKINDERCHOR

Charlotte Kühn
Lisa Apelt
Charlotte Wilke
Anne Hartmann

 

Sophie Gürtler
Sarah Marie Apelt
Katharina Kleinaltenkamp

 

Anna-Katharina Seibt
Viva Welsch
Kira Gramitzky
Antonia Wild
     

HIOBS KINDER

Tabea Hille
Thora Heger
Helena Lindemann
Laura Pilarski

 

Jelena Sandhage
Amelie Sandel
Charlotte Seltmann
Anna Baier

 

Friederike Rosenthal
Laura Bünnagel
Marie-Sophie Herling
Yvonne Bußmann
     

SOLDATEN

Aenne Mahlstaedt
Juliette Pollege
Mary Zielinske
Kimiko Steinacker

 

Josephine Strübing
Freya Harmjanz
Luise Beddies
Raban Schuster

 

Niclas Sievers
Heinrich Gürtler
Niclas Holz
Ludwig Duschka
     

ENGEL

Kristin Schettler
Skadi Krüger
Janny Mai
Michaela Masalcik

 

Friederike Fritsch
Julia Göring
Franziska Laube
Livia Jordan

 

Caroline Schink
Lisa Schulze
Franziska Kühn
Ute Wiemer
     
INSZENIERUNG Antonia Braun, Bernhard Hanuschik
     
AUSSTATTUNG Katharina Seibt
     
TECHNIK Martin Gürtler, Christoph Gürtler, Michael Apelt, Martin Bindemann
     
VIOLINE Annegret Pieske
BRATSCHE Barbara Flohr
VIOLONCELLO Tobias Vogel
FLOETE Josephine Heicking
POSAUNE Friedrich Milz
SAXOPHON Florian Bergmann
TROMPETE Emmanuel Musäus
KLAVIER Hagen Grahlow
SYNTHESIZER Holger Lehmann
SCHLAGWERK Matthias Suter
SCHLAGZEUG Johannes Seibt
     
LEITUNG Karsten Seibt

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Lebenslauf Torsten Harder

  • Jahrgang 1965
  • ab 1970 Cello- und Klavierunterricht an der Musikschule Waren
  • ab 1978 Cellounterricht an der Spezialschule der Hochschule für Musik „Hanns Eisler" Berlin
  • anschließend Studium an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler" Berlin mit abschließendem Staatsexamen
  • 1985 bis 1989 Cellist am Landestheater Mecklenburg Neustrelitz
  • 1991 bis 1996 Schauspielmusiker und -komponist am Landestheater Mecklenburg Neustrelitz
  • seit 1996 freischaffend als Komponist und Cellist
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    Dank für selbstlose Gastfreiheit (Hebr. 13, 2) am 1. und 5. Sept. gebührt:
  • Herrn Bornemann vom Kulturhaus Kammerspiele Kleinmachnow


  • Dank für finanzielle Unterstützung gebührt:
  • der Staatskanzlei des Herrn Ministerpräsidenten Matthias Platzeck
  • den Eheleuten Yvonne und Dr. Gerald Süchting
  • dem Konsistorium der Landeskirche Berlin-Brandenburg-Oberlausitz
  • dem Amt für evangelische Jugendarbeit
  • der Bankhaus Löbbecke GmbH & Co. KG
  • sowie - dank vieler Einzelspenden an diesen - dem Förderkreis Kirchenmusik Kleinmachnow e.V. (Postbank Berlin, BLZ: 10010010, Kto-Nr.: 800036107)


  • DER EINTRITT IST BEI ALLEN AUFFÜHRUNGEN FREI - UM ANGEMESSENE SPENDEN ZUR FINANZIERUNG DER SEHR HOHEN KOSTEN WIRD GEBETEN.

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    VERWENDETE UND ZUM WEITERLESEN EINLADENDE LITERATUR

  • Joseph Roth „Hiob“ (Kiepenheuer)
  • Archibald Mac Leish „Spiel um Job“ (Suhrkamp)
  • Heinz Zahrnt „Wie kann Gott das zulassen? Hiob - der Mensch im Leid“ (Piper)
  • Rene Girard „Hiob - ein Weg aus der Gewalt“ (Benzinger)
  • C. G. Jung „Antwort auf Hiob“ (dtv)
  • „Das Herz des Universums: Einstein und die Frage nach Gott“ (Herder)
  • „Theodizee zwischen Hiob und Ernst Bloch“ (Calwer)
  • Klaus-Peter Jörns „Notwendige Abschiede - auf dem Weg zu einem glaubwürdigen Christentum“ (Gütersloher Verlagshaus)
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    letzte Aktualisierung
    dieser Seite: 19.10.2011, 10:19