Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow


ev-kirche-kleinmachnow.de > Kinderseite > Februar 2007

Hallo, ich bin's, die Kirchenmaus.

Ich habe da mal eine Frage. Hast du dir schon mal überlegt, was du alles hast? Also, ich meine, wenn ich in unser Mäuseloch gucke, da sehe ich eine ganze Menge. Alle kleinen Mausekinder haben ein eigenes Zimmer mit eigenem Bett, Schrank, Stuhl, Tisch und so weiter. Dazu kommt noch Spielzeug. Stoffkatzen, Stoffhunde, Bausteine, Autos und noch viel mehr. Dann, im Wohnzimmer, ach, was es da alles gibt.

Außerdem haben wir genügend Speck und Käse, Apfelstücke und Nüsse, Müsli und Schokolade.

Wenn ich also in unser Mauseloch gucke, stelle ich fest, es geht uns ganz schön gut – Gott sei Dank.

Das bringt mich auf eine Idee. Machst du bei einem Spiel mit? Ja? Klasse! Das Spiel geht so: Im Februar beginnt eine Zeit mit ganz komischen Namen – die Fastenzeit. Fasten heißt, auf etwas verzichten, also, etwas weglassen. Nun ist es nicht möglich Kindergarten oder Schule zu fasten. Es ist auch nicht möglich Kirche, Gott, Anziehsachen und Zähneputzen zu fasten. Aber es ist möglich bestimmte Spielsachen, Fernsehen, Computerspiele, Schokolade oder so etwas zu fasten.

Nun also mein Spiel:

Du überlegst dir eine Sache die du gerne fasten möchtest. Dann sagst du dir, wenn die Fastenzeit beginnt versuche ich einen Tag in der Woche genau darauf zu verzichten. Also zum Beispiel fastest du jeden Montag Schokolade, jeden Dienstag Bonbons, Mittwoch Computer, Donnerstag Fernsehen, Freitag ein Spielzeug, Samstag und Sonntag kannst du dich freuen, wenn du alles geschafft hast.

Na, das ist doch ein tolles Spiel. Wenn du mit deinen Eltern darüber redest, fallen euch bestimmt auch noch andere Sachen ein. Außerdem machen deine Eltern vielleicht auch bei dem Spiel mit.

In unserer Mäusefamilie klappt das jedenfalls ziemlich gut. Papa lässt mal das Auto stehen, mal gibt es keinen Speck, mal nur Wasser zu trinken. Viele kleine Gewohnheiten können gefastet werden.

Die Fastenzeit beginnt übrigen Aschermittwoch. Das ist der Mittwoch, nach dem Fasching zu Ende ist und dauert dann bis Ostern.

Nun fragst du sicher: „WARUM FASTEN?“ Das ist so: Fasten heißt verzichten. Dadurch, dass wir auf etwas verzichten, also etwas weglassen, wollen wir herausfinden, was nun wirklich wichtig, also von Bedeutung, ist. In der Zeit direkt vor Ostern fragen wir uns oft, was bedeutet uns Jesus und was bedeutet mir Gott? Auf solche Fragen eine Antwort zu finden, muss man vielleicht auch seine Gewohnheiten unterbrechen.

So erinnere ich mich daran, was Jesus für mich bedeutet und dass er auch auf vieles verzichtet hat, um uns mit Gott neu zusammen zu bringen.

Und noch etwas. Fasten heißt auch, dass ich weniger habe und andere dafür mehr. Immer wenn ich, sagen wir, Schokolade faste, lege ich das Geld, was die Schokolade kosten würde beiseite. Ostern spende ich das für Menschen, die Hilfe brauchen.

Dass die Fastenzeit 40 Tage lang ist, liegt an einer Erzählung aus der Bibel. Jesus hat auch 40 Tage gefastet. Das können dir deine Eltern erzählen.

Wenn du möchtest, kannst du mir eine E-Mail schreiben, wie es dir beim Fasten ergangen ist.

Na dann mach ich für heute meine Kirche zu, liebe Grüße, deine Kirchenmaus

Seitenanfang


letzte Aktualisierung
dieser Seite: 19.10.2011, 10:24

 


ev-kirche-kleinmachnow.deDruckversion | Drucktipps | Redaktion