Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow


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Absehbare Probleme mit den Nachbarn

Zu: „Entwürfe der neuen Kirche“, MAZ vom 6. 9. 2006

Kein Jahr ist vergangen seit der Aussage von Dr. Letsch, Vorsitzender des Kirchenrates: „Die Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow hegt keinerlei Plane für bauliche Maßnahmen im Bannwald. Sie achtet und befürwortet die Entscheidung der Gemeinde zum Schutz des Bannwaldes ais der grünen Lunge Kleinmachnows.“ Unter den jetzt vorgestellten drei Möglichkeiten befindet sich nun doch der Standort Jägerstieg im Bannwald. Warum?

Beim Betrachten der Entwürfe und Lesen des Artikels stellt man fest, dass eine neue Kirche im Ortszentrum favorisiert wird, aber sehr teuer erscheint. Der Standort am Schwarzen Weg ist relativ unproblematisch, aber scheinbar unbeliebt. Da wird es dem eiligen Betrachter auf den Tafeln zum Jägerstieg Ieicht gemacht, die wesentlich geringeren Kosten und das Altvertraute markant im Gedächtnis zu behalten für ein emotionales Votum pro Jägerstieg. Die dort vorhandenen Probleme werden kaum oder nur nebenbei erwähnt. Schnell wird ein unrealistisches Szenario zum Lösen des Verkehrs aufgezeigt: Eine Aufhebung des Parkverbots in der Ernst-Thälmann-Straße und Verkehrsführung über Meiereifeld zum Bauhof. Den Bauhof ais Parkfläche nutzen zu wollen, ist genauso unrealistisch, wie z.B. den Fenn mit einzubeziehen, der kein Parken zulässt. Spekuliert hier der Planer auf eventuelle Ausnahmen von der Stellplatzsatzung oder der StVO? Das würde die künftigen Probleme sicher eher vergrößern. Schon jetzt ist bei den kleinsten Kitafesten der Jägerstieg/Jägerhorn zugeparkt und der An- und Abfahrtsverkehr eine Belastung für die Anwohner. Der Versorgungsverkehr ist übrigens täglich angespannt. Ein Kirchenumbau wurde eine fünffach höhere Kapazität als heute darstellen, mit regelmäßigen Veranstaltungen an diesem Ort, nicht nur ein- oder zweimal im Jahr. Ist das ernsthaft diskutierbar?

Die langfristig absehbaren Probleme mit den Nachbarn werden leider weder in dem Entwurf noch im Artikel zur Sprache gebracht. Zumindest wird darauf hingewiesen, dass man heute schon weiß, dass mit einem Umbau der Kirche die Besucherkapazität, die am Jägerstieg überhaupt baulich möglich ist, für die Zukunft nicht ausreichen wird. Das heißt: Die Kirche wäre nach dem Umbau schon zum erneuten Provisorium geworden. In der MAZ heißt die Überschrift noch: Es soll endgültig das Platzproblem gelöst werden. Das kann dann wohl kaum der Jägerstieg sein. Und dann werden die Kosten durch Schönrechnen beim Entwurf noch verlockend billiger – beim Abzug der Dachinstandsetzung. Dafür kommt der Schutz des Bannwaldes leider ebenso zu kurz wie die Frage, ob sich ein Baukörper dieser Gröle an dieser Steile ästhetisch einpassen lässt? All diese Probleme sind an den anderen beiden Standorten nicht vorhanden.

Die erste Wortmeldung der Anwohner nach Bekanntwerden der Umbaupläne ist hoffentlich noch in Erinnerung. Der Bauhof in unmittelbarer Nähe und seine Streitgeschichte mit den Anwohnern sollte ein mahnendes Beispiel für preiswerte, aber kurzsichtige Entscheidungen zu Lasten der Nachbarn sein.

Die Favorisierung eines Neubaus ist angemessen, weitsichtig und realistisch in Bezug auf die endgültige Lösung des Platzproblems, selbst eventuell an einem zur Zeit noch ungeliebten aber kostengünstigen Platz. Der gesamten Kirchengemeinde und den betroffenen Anwohnern nicht nur am Jägerstieg ist zu wünschen, dass kluge Köpfe in der Kirche für eine langfristige Zukunft planen.

Frank Musiol, Kleinmachnow

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letzte Aktualisierung
dieser Seite: 19.10.2011, 10:24


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