Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde Kleinmachnow


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MAZ vom 07.08.2007

Lösung rückt in greifbare Nähe

Neues Gemeindezentrum im Dorfkern denkbar / Bauvoranfrage gestellt

Konstanze Wild

„Die Gunst der Stunde“ könne man für ein „vernünftiges Projekt“ nutzen, sagt Rainer Letsch, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates der evangelischen Gemeinde Kleinmachnow. Etliche Ansätze bei der Suche nach Möglichkeiten, den begrenzten und doch dringend benötigten Raum der Kirchengemeinde zu erweitern, waren in der Vergangenheit entweder wenig Erfolg versprechend oder gar umstritten. Jetzt zeichnet sich mit der möglichen Errichtung eines Gemeindezentrums an der Alten Dorfkirche am Zehlendorfer Damm (MAZ berichtete) eine Lösung ab, die offenbar bessere Aussichten hat.

Eine Bauvoranfrage hinsichtlich des Grundstücks im historischen Dorfkern Kleinmachnows ist bereits gestellt worden, bestätigt Letsch. Er fügt jedoch hinzu, dass eine Entscheidung über den endgültigen Standort damit noch nicht getroffen sei.

Im Juni und im Juli hatte sich der Kirchenrat mit den Ergebnissen der „Planungsgruppe Standort“ befasst, die nach der Klausurtagung im Mai gebildet worden war. Dort war man zu der Überzeugung gekommen, dass ein Neubau oder eine Erweiterung zu mindestens 700 Plätzen für größere Veranstaltungen der Kirchengemeinde führen müsse.

Aus einer Liste von ursprünglich zwölf möglichen Standorten blieben zuletzt zwei übrig. Da jedoch für den einen der beiden Standorte, das Haus 6 auf dem Seeberg, derzeit keine konkrete Planung möglich ist – die Berlin Brandenburg International School als Eigentümer arbeitet selbst noch an einem Nutzungskonzept – konzentrieren sich die Bemühungen aktuell auf Grundstücke des ehemaligen Gutshofes derer von Hake, in direkter Nachbarschaft zur Alten Dorfkirche, so der Gemeindekirchenrat.

Die Gemeindeverwaltung Kleinmachnow, in deren Eigentum sich mögliche Neubaustandorte am Zehlendorfer Damm befinden, halte sich „bedeckt“, signalisiere aber „Wohlwollen“, erklärt Letsch. Man habe im Zuge der Bauvoranfrage mögliche Grundrisszeichnungen für die beiden betreffenden Grundstücke, einen ehemaligen Scheunenstandort sowie einen Teil des historischen Wirtschaftshofes, erörtert, „mehr nicht“.

Gleichwohl scheint die Kirchengemeinde das „definitive Objekt“ gefunden zu haben, resümiert Letsch: Wenn sich das so durchplanen ließe, würde man vermutlich auf größtmögliche Akzeptanz treffen. Zurzeit herrsche eine „Aufbruchstimmung“, die Kirchengemeinde zähle zudem viele junge Menschen. Dies sei auch von Bedeutung hinsichtlich einer späteren Planung und Finanzierung und potentieller Sponsoren, weiß Letsch, der in diesem Zusammenhang an einige wieder verworfene Anläufe erinnert.

Etwa die Errichtung eines Kirchzentrums gegenüber des Rathauses am Adolf-Grimme-Ring, eine mögliche Kooperation mit der Potsdamer Hoffbauer gGmbH beim Neubau der Evangelischen Grundschule am Schwarzen Weg oder die, insbesondere von Anwohnern kritisierte, bauliche Erweiterung an der Auferstehungskirche Im Jägerstieg. An vielen potentiellen Standorten hätten sich rasch Unwägbarkeiten und Nachteile abgezeichnet, heißt es.

Auf einer Gemeindeversammlung am 23. September will der Gemeindekirchenrat detailliert über den Stand der Planungen informieren und mit seinen Gemeindemitgliedem das weitere Vorgehen abstimmen.

 

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