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RSSPrint

Stolpersteine. Die Ausstellung.

Eine Gesellschaft im Spiegel ihrer Verfolgten

Das Kunstprojekt "Stolpersteine" gilt heute als einer der erfolgreichsten Beiträge zur zeitgenössischen Erinnerungskultur – europaweit. 10 x 10 x 10 cm Beton – versehen mit einer Messinghaube, deren Gravur Name, Geburtsjahr und Schicksal des Verfolgten aufzeigt: das ist der sog. "Stolperstein". Verlegt wird er vor dem letzten freiwillig gewählten Wohnsitz des Opfers.

Die Stolpersteingruppe Kleinmachnow ist seit 2005 aktiv. Seitdem wurden 23 Steine im Straßenraum von Kleinmachnow verlegt. Die Biografien der NS-Verfolgten wurden dazu in knapper Form in einer Begleitpublikation öffentlich gemacht. Doch viele Details und Umstände konnten dabei nicht berücksichtigt werden.

Und mehr noch: Die Ausstellung will vor allem begreifbar machen, dass diese Menschen nicht nur aus der Mitte ihres Lebens gerissen wurden, sondern auch aus der Mitte ihrer – und damit unserer – Gesellschaft. So individuell sich jedes einzelne Schicksal darstellt – allen gemeinsam ist ihre Eigenart als Spiegel der bürgerlich geprägten Gesellschaft Kleinmachnows zu jener Zeit.

Die Stolpersteingruppe Kleinmachnow möchte alle Interessierten herzlich dazu einladen, sich mit ihr auf diese spannende Zeitreise zu begeben und Kleinmachnow noch einmal neu kennenzulernen.

Rund 30 Schautafeln, Fotografien und zeitgenössische Relikte lassen nicht nur Lebenswirklichkeiten und Zusammenhänge verständlich werden, sondern sind zugleich ein überzeitlicher Appell an unsere Verantwortung und unser Mitgefühl: für eine freiheitliche und demokratische Gesellschaft in Frieden.

Veranstaltungstermine im Jägerstieg 2 (Kleinmachnow):

WE 06./07.11.2021: Ausstellung 12:00 bis 17:00 Uhr

09.11.2021, 16:30 bis 18:30 Uhr: Gedenkminute und anschließend gemeinsames Steine-Putzen

WE 13./14.11.2021: Ausstellung 12:00 bis 17:00 Uhr

16.11.2021, 16:30 bis 18:30 Uhr: Gedenkminute und szenische Lesung aus historischen Funden

WE 20./21.11.2021: Ausstellung 12:00 bis 17:00 Uhr

WE 27./28.11.2021: Ausstellung 12:00 bis 17:00 Uhr

Für Schulklassen und interessierte Gruppen besteht auch die Möglichkeit, die Ausstellung an Wochentagen zu besuchen.

Kontakt: info@stolpersteine-kleinmachnow.org

Weitere Informationen unter: www.stolpersteine-kleinmachnow.org

 

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für den qualifizierten Fortbestand des ehrenamtlichen Engagements wird gebeten.

 

Spendenkonto:

Ev. Auferstehungs-Kirchengemeinde
DE85 1605 0000 3523 0301 01
Mittelbrandenburgische Sparkasse
Zweck: Stolpersteine

Stolpersteine für Kleinmachnow

Das Kunstprojekt "Stolpersteine" gilt heute als einer der erfolgreichsten Beiträge zur zeitgenössischen Erinnerungskultur - europaweit. Die Idee dazu stammt von dem Kölner Künstler Gunter Demnig. Erstmals hatte er zu Beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts auf diese Weise das individuelle Schicksal von NS-Verfolgten im öffentlichen Raum sichtbar gemacht.

Die Initiative zur Verlegung von Stolpersteinen in Kleinmachnow verdankt sich maßgeblich der Unterstützung der evangelischen Auferstehungskirchengemeinde. Gemeinsam mit Diakon Martin Bindemann recherchierten ab 2005 insbesondere Jugendliche und interessierte Gemeindemitglieder Biografien, die die Verlegung von Stolpersteinen im Raum Kleinmachnow rechtfertigen konnten. Mit dem Ausscheiden von Martin Bindemann zu Beginn des Jahres 2021 sah sich die Gruppe vor die Herausforderung gestellt, die wichtige Aufgabe der historischen Aufarbeitung für Kleinmachnow neu zu definieren und zu organisieren.

Mehr dazu erfahren Sie auf der neuen Homepage der Initiative unter www.stolpersteine-kleinmachnow.org.

Jeder, der Interesse an einer Mitarbeit hat, ist herzlich eingeladen, Kontakt zur Gruppe aufzunehmen. Aktive „Neuzugänge“ sind immer herzlich willkommen und dürfen sich auf ein spannendes Spektrum historischer Erkenntnisse freuen.

Kontakt: info(at)stolpersteine-kleinmachnow.org

Stolperstein im Goldenen Buch

Ein Stolperstein und eine Zeichnung der Stele „Für den Mut und das Überleben“, gemalt von Rainer Ehrt, zieren nun das Goldene Buch der Gemeinde Kleinmachnow. Die Gruppe Stolpersteine um Martin Bindemann durfte sich am 8. Mai bei einem Festakt der Gemeinde Kleinmachnow ins Goldene Buch eintragen. 22 Steine konnten sie bereits in Kleinmachnow verlegen – an den Orten, wo Menschen zuletzt freiwillig gelebt haben, bevor sie in der Zeit des Nationalsozialismus deportiert und ermordet wurden. Die Kirchengemeinde gratuliert der Stolpersteingruppe und dankt ihr für ihre Recherchen, für viele bewegende Veranstaltungen und für ihr großes Engagement, das unser Ortsbild nachhaltig prägt! Die Eintragung im Goldenen Buch können Sie auf der Homepage der Gemeinde einsehen 

Letzte Änderung am: 21.10.2021