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Die Neue Orgel für die Neue Kirche

Im Sommer 2018 nimmt das "Unternehmen Orgelbau" Fahrt auf. Bereits in den Planungen für die – Ostern 2018 fertiggestellte – Neue Kirche waren hierfür wichtige bauliche Vorkehrungen getroffen worden.

Ein erstes Benefizkonzert Anfang September 2018 bietet Gelegenheit, das Vorhaben in der Kirchengemeinde zu präsentieren und ihr die dafür eigens eingerichtete Orgelbaukommission (OBK) vorzustellen. Aufgabe der OBK ist es, vor allem ein Orgelkonzept und -design zu entwickeln, das Vergabeverfahren durchzuführen, die Finanzierung zu gewährleisten sowie das Marketing und die Kommunikation zu übernehmen.

Bereits Anfang 2019 ist die Leistungsbeschreibung für die Orgel erstellt, auf deren Grundlage geeignete Orgelbauunternehmen zur Abgabe von Angeboten aufgefordert werden sollen.

Nach Abschluss des Auswahlverfahrens (beschränkte Ausschreibung mit drei Orgelbauunternehmen) kann die OBK dem Gemeindekirchenrat (GKR) Anfang 2019 ihre Empfehlung vorlegen, mit der Firma Karl Schuke Berliner Orgelbauwerkstatt GmbH (BOW) Vertragsverhandlungen aufzunehmen. Der GKR folgt dieser Empfehlung einstimmig und beauftragt die OBK mit der Erstellung eines Vertragsentwurfs und eines Antrags auf Erteilung der kirchenaufsichtsrechtlichen Genehmigung durch die Landeskirche (EKBO). Mit dem Vertragsentwurf im Herbst 2019 wird die Fertigstellung der Orgel in der zweiten Jahreshälfte 2022 angestrebt. Die Kosten für den Orgelbau werden auf ca. 590.000 € fixiert, verbunden mit der Option eine Klangerweiterung (Physharmonika) zu beauftragen, sofern auch dafür die Finanzierung gesichert ist.

Zu diesem Zeitpunkt sind bereits mehr als 50% der Finanzierung des Orgelbauvorhabens gesichert, nicht zuletzt durch ein großzügiges Vermächtnis des verstorbenen Kleinmachnower Bildhauers Hermann Lohrisch. Am Ziel, den Orgelbau vornehmlich aus den Reihen der Kirchenmitglieder, Einwohner und mit Unterstützung der Gemeinde Kleinmachnow zu finanzieren und so weit wie möglich die Haushaltsmittel der Kirchengemeinde zu schonen, wird unverändert festgehalten. Ende 2019 sind bereits über 75% der Finanzierung unter Dach und Fach.

In den Verhandlungen mit der EKBO zur Erteilung der kirchenaufsichtsrechtlichen Genehmigung sieht die Landeskirche hierfür die Notwendigkeit einer 100%-Finanzierung. Zur Überraschung vieler gelingt es der OBK jedoch, das Einverständnis der EKBO zu erhalten, anstelle der Kirchengemeinde Kleinmachnow den Förderkreis Kirchenmusik Kleinmachnow e.V. (FK) als Auftraggeber für die Orgel vorzusehen, der dann zu gegebener Zeit das Eigentum an der Orgel auf die Kirchengemeinde übertragen soll. Der Zeitplan kann hierdurch gehalten, Kostensteigerungen können vermieden werden.

Damit wird auch der Weg frei für eine Vereinbarung FK - Kirchengemeinde und einen Vertrag FK - BOW, über die der GKR im März 2019 beschließt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hat es sich als richtig erwiesen, von Anfang an den FK in das Orgelbauvorhaben einzubinden, insbesondere in Finanzierungsangelegenheiten, als Adressat von Spenden und letztlich als Vertragspartner.

Trotz Pandemie und dem damit verbundenen Ausfall von vielen Benefizkonzerten, drohenden Preissteigerungen und Verzögerungen durch Unterbrechung von Lieferketten gelingt das schier Unglaubliche: Das Kostenbudget kann eingehalten werden und der Finanzierunggrad des Orgelbauvorhabens ermöglicht sogar die Beauftragung der zunächst zurückgestellten Klangerweiterung (Physharmonika).

Ende Juni 2022 markiert den planmäßigen Beginn des Einbaus der Orgel mit ihren 26 Registern und über 1.700 Pfeifen. Es besteht größte Zuversicht, dass am 2. Oktober 2022 die Orgelweihe den krönenden Abschluss eines spannenden Vorhabens bilden und zugleich der Anfang der Erweiterung der Bandbreite musikalischer Aktivitäten in der Neuen Kirche sein wird. So, wie die Orgel im Spielbetrieb nicht zu überhören sein wird, kann man sie eigentlich auch nicht übersehen, sobald sie ihren vorbestimmten Platz über dem Altar eingenommen hat: Ohrenschmaus und Augenweide zugleich.

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Letzte Änderung am: 27.07.2022